Willkommen bei Mercedes-Benz International

Hans-Peter Wunderlich erklärt die inneren Werte der Mercedes-Benz Modelle.

Design, das unter
die Haut geht.

Der Leiter Creative Interieur Design spricht über klassische
und zeitgenössische Innenraumgestaltung bei Mercedes-Benz.

Die 500 K/ 540 K Spezial-Roadster aus den 1930er Jahren faszinieren Hans-Peter Wunderlich.

Die Ära der Speichenräder.

Herr Wunderlich, am Design welches Mercedes-Benz Klassikers hätten Sie gern mitgewirkt?
Ich finde die 500 K/540 K Spezial-Roadster aus den 1930er-Jahren absolut faszinierend, auch wenn ich kein besonderes Faible für die Ära der Speichenräder habe. Die extremen Proportionen, die skulpturhafte Gestaltung der Kotflügel und des Hecks sowie die handwerklich hochwertigen Details sind auch für einen Designer von heute noch spannend.

Wenn Sie sich eine Epoche in der Markengeschichte aussuchen dürften, in der Sie als Automobildesigner gerne gearbeitet hätten — welche würden Sie wählen?
Auch genau diese. Man hat damals komplett anders gearbeitet.

Man ging bei der Formgebung gleich ins harte Material hinein, hat die Gestalt des künftigen Wagens aus einem Stück Holz herausgearbeitet. Metall hat man nur spanend bearbeitet, Formen aus dem massiven Material gefräst — das hätte mir gut gefallen.

Aerodynamik war immer ein wichtiges Thema. Von der Funktion der Karosserieteile ausgehend wurde nach der adäquaten Form gesucht.

Angenehme Ästhetik
trifft Funktionalität.

Wie und wo hat das Design bei der Marke Mercedes-Benz begonnen?
Die Designer von Mercedes-Benz hatten immer schon ihren Hauptsitz in Sindelfingen, weil hier das erste Karosseriewerk der Marke war. Von der Funktion der Karosserieteile ausgehend — Aerodynamik war zum Beispiel immer ein wichtiges Thema — wurde nach der adäquaten Form gesucht. Parallel dazu fing man an, die Innenräume zu gestalten, um der Funktionalität eine angenehme Ästhetik zu geben. Lange Zeit orientierte man sich dabei an den zeitgenössischen Wohnräumen — deshalb wurden Holz, Stoffe und später Leder prägende Materialien der historischen Interieur-Gestaltung.

Im Interieur der S-Klasse wurde das Spannungsverhältnis verschiedener Materialien genutzt.

Eine reizvolle Aufgabe.

Könnten Sie sich vorstellen, heute ein Interieur mit diesen Ur-Materialien automobiler Inneneinrichtung zu gestalten?
Das wäre eine reizvolle Aufgabe. Solch ein Interieur würde das Spannungsverhältnis der Materialien betonen. Leder können Sie nur in konvexen, weichen Formen verarbeiten.

Das Holz würde durch seine strenge Geometrie einen Kontrast dazu herstellen. Dann käme noch Metall hinzu. Stellen wir uns vor, wir dürften diese Materialien auch ausschließlich so bearbeiten wie früher, dann würde ein sehr ehrliches, ein sehr spannendes Cockpit entstehen.

Bei der S-Klasse treffen klassische Moderne und Avantgarde aufeinander.

Kraftstoffverbrauch (kombiniert): 10,3-5,5 l/100km;

CO2-Emissionen (kombiniert): 242-146 g/km*

Das ideale Rüstzeug, um ein Klassiker zu werden.

Diesen Gedanken zu Ende geführt: Könnte man heute ein Mercedes-Benz Modell im Retro-Look gestalten?
Überhaupt nicht. Gerade bei unserer Marke mit ihrer großen Tradition nicht. Mercedes-Benz ist zu jeder Zeit immer auch Avantgarde. Daher ist ein Mercedes, der nur zurückblickt, nicht glaubwürdig.

Ich denke, die neue S-Klasse ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wir klassische Moderne und Avantgarde sensibel austarieren und in ein spannendes Verhältnis setzen. 
Der W 222 hat einen starken Charakter und das gestalterische Rüstzeug, um einmal ein Klassiker zu werden.

Im Interieur wollen sich die Mitfahrer gut aufgehoben fühlen.

Das Wohlfühlgefühl.

Stellen wir uns vor, wir nehmen in der neuen S-Klasse Platz. Soll uns das Interieur positiv auffallen? Oder sollen wir uns vor allem intuitiv wohlfühlen?
Eher Letzteres. Ich sage meinem Team gern: Die Liebe entsteht über den Reiz des Exterieurs, doch die glückliche Ehe wird im Interieur geführt. Ein gelungenes Interieur wird nie der alleinige Grund für eine Kaufentscheidung sein. Andererseits wird man sich auch nicht für ein Auto entscheiden — so sexy es auch aussehen mag —, in welchem man sich nicht wohlfühlt. Ich bin überzeugt, dass die Interieurgestaltung ein Faktor der Markenbindung ist. Nur wer sich gut aufgehoben fühlt, entscheidet sich wieder für ein Modell dieser Marke.

Verschiedene gestalterische Elemente – wie die horizontale Gliederung – finden sich in der Geschichte der S-Klasse immer wieder.

Kontinuität bewiesen,
Maßstäbe gesetzt.

Werfen wir einen zweiten Blick auf die S-Klasse: Lassen sich gestalterische Charakterzüge von den frühen Modellen bis in die Gegenwart verfolgen?
Ja, definitiv. Charakteristisch ist die starke horizontale Gliederung. Sie findet sich seit Jahrzehnten in Form eines Zierelements aus Holz, das aus den Türen kommend die Breite der Instrumententafel betont. Am aktuellen Modell fasziniert mich, wie ausgeprägt die Breitenwirkung ist, sowie die Choreographie der runden Belüftungsdüsen. Ein zweites Charakteristikum ist das Zentraldisplay. Alle S-Klasse-Generationen haben im Bereich der Fahrerinformation und beim Design der Instrumente neue Maßstäbe gesetzt.

Heute kommt das digitale User-Interface hinzu. Die beiden je 12,3 Zoll großen Monitore in der neuen S-Klasse sind derzeit das Maß der Dinge.

Die Faszination von Hans-Peter Wunderlich gilt der Luftfahrt, den Jachten und der maritimen Welt.

Liebe zum Detail mit Blick für das große Ganze.

Was macht Interieur-Design so reizvoll?
Die Kleinräumigkeit und die Vielfalt der Materialien. Sie müssen auf engstem Raum unterschiedlichste Funktionalitäten darstellen, haben ergonomische, haptische und materialtechnische Aspekte zu beachten. Zugleich sollen Sie eine Gesamtschönheit dieses Innenraums verwirklichen. Das ist eine Arbeit für Menschen, die verliebt in die Details sind, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

Aus welchen Inspirationsquellen schöpft ein Designer?
Meine große Faszination gilt der Luftfahrt, den Jachten und der maritimen Welt. Meerestiere sind unglaublich schön, und man kann an ihnen viel über die natürliche Harmonie von Form und Funktion lernen. Außerdem besitze ich ein Bildgedächtnis, das visuelle Eindrücke nachhaltig speichert.

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