Willkommen bei Mercedes-Benz International

Hans und Franz
und der Silberpfeil.

Das Team um Hubert Lee gestaltet
den Silberpfeil der Zukunft.

Neues Design für den Silberpfeil.

Als Gewinner der diesjährigen L.A. Design Challenge in der Kategorie „Beste Animation“ machte das Team um Hubert Lee mit dem Kurzfilm „Silver Lightning“ zwei smarten Crashtest-Dummys Beine. Im Interview erzählt der Designer, was hinter den Kulissen geschah und welche Herausforderungen dabei auf die enthusiastischen Designprofis warteten.

Coole Crashtest-Dummys und schnelle Autos.

Das Leben eines Crashtest-Dummys ist vor allem eins: langweilig und monoton, auf Selbstzerstörung gepolt und laut Jobbeschreibung eine garantierte Sackgasse. Immer wieder müssen sie im Namen menschlicher Sicherheit wunderschöne Autos sprichwörtlich gegen die Wand fahren. Angesichts dieser Frustfaktoren war es höchste Zeit, einen Blick in die Zukunft zu wagen - eine Zukunft, in der unsere Protagonisten ihr Leben dank künstlicher Intelligenz grundlegend überdenken und endlich einmal selbst in die Hand nehmen. Eine visionäre Herausforderung, der sich das Mercedes-Benz Designteam in Carlsbad, Kalifornien, nur zu gern stellte und für die L.A. Design Challenge 2011 verwirklichte. Und während Konzernschwester SMART den diesjährigen Hauptpreis für Hollywood’s Hottest New Movie Car abräumte, überzeugte der Kurzfilm zum

Designbeitrag Silver Lightning die hochkarätige Jury - u. a. Pixar Studios - als „Beste Animation“. Alles andere als ein Trostpreis! Wir bekamen Hubert Lee, Creative Director Mercedes-Benz Advanced Design Carlsbad und Leiter des Standorts, um ihm ein paar Fragen zu stellen.

Kalifornischer Lifestyle.

Mercedes-Benz: Könnten Sie uns Ihr Arbeitsumfeld
und die Atmosphäre vor Ort beschreiben?
Hubert Lee: Die Atmosphäre ist sehr kreativ. Hier in Kalifornien haben wir etwas Abstand zum Headquarter in Sindelfingen. Und das ist auch gut so, denn wir sollen hier explizit etwas Neues und Frisches mit einbringen, sozusagen

eine andere Perspektive entwickeln. Wir schauen uns also
das reguläre Programm an - damit meine ich das, was im Headquarter passiert - und dann verfolgen wir einen anderen Ansatz, damit am Ende eine große Bandbreite unterschiedlicher Entwürfe herauskommt. Das ist unser Ziel.

 

Mercedes-Benz: Heißt das, dass ihr vor dem Büro noch schnell eine Runde surfen geht?
Hubert Lee: Hier im Studio gibt es tatsächlich eine Menge Surfer. Ich habe früher auch gesurft, also könnte man schon behaupten, dass der kalifornische Lifestyle unsere Denke prägt. Alle Leute, die hier arbeiten, sind in Kalifornien aufgewachsen und dementsprechend entspannt. Gleichzeitig sind alle extrem engagiert und arbeiten hart. Darauf fußt unsere Arbeit, und das hält unsere kreativen Gehirnströme in Bewegung. Außerdem ist das Wetter hier besser, und wir versuchen, nicht den ganzen Tag in geschlossenen Räumen zu verbringen. Denn etwas Sonne im Gesicht sorgt definitiv auch für sonnigere Gemüter - und einen besseren Arbeitsethos.

Geschichte, Stil
und Sicherheit.

Mercedes-Benz: Thema der L.A. Design Challenge war Hollywood’s Hottest New Movie Car. Welche Idee steckt hinter eurem Silberpfeil?

Hubert Lee: Ein besonders wichtiges Beurteilungskriterium war Folgendes: Inwieweit verkörpert dieses Fahrzeug die Attribute der Marke? Deshalb wollten wir uns während der Ideenfindung auf die absoluten Mercedes-Benz Kernmarkenwerte besinnen: Geschichte, Stil und Sicherheit.

 
 
 
 

Auf diesen drei Elementen baut unsere Story auf. Und deshalb beginnt sie auch mit einem Sicherheitstest des Silberpfeils. Unser Modell bezieht sich natürlich auf die legendären Original-Silberpfeile der 40er und 50er Jahre, und der Stil kommt in der Mercedes-Benz Welt der Zukunft zum Tragen - ein Stil, der sich natürlich auch im Design des Wagens spiegelt.

Hans und Franz.

Mercedes-Benz: Bei den Namen der beiden Crashtest-Dummys mussten wir erst einmal etwas grinsen – amüsiert ihr euch damit über eure deutschen Kollegen?
Hubert Lee: Im amerikanischen Fernsehen gibt es ein populäres Comedy-Format namens Saturday Night Live.
Zu den beliebtesten Sketchen zählte dort jahrelang das Duo Hans und Franz - zwei Schauspieler mit extrem überzogenen deutschen oder österreichischen Akzenten. Wenn man irgendeinen Amerikaner nach Hans und Franz fragt, fällt ihm sofort dieses Klischee ein. Wir wollten, dass unsere Story dynamisch, emotional, aber auch ein bisschen verrückt und lustig herüberkommt.

Sie sollte komisch sein - auf keinen Fall bierernst. Also waren die Namen Hans und Franz einfach naheliegend: Sie sind ausgesprochen deutsch und gleichzeitig lustig. Jeder muss sofort lachen und sagt: „Ah, Hans und Franz!“

Kino als Inspirations-
quelle.

Mercedes-Benz: Spielen Filme in eurer Designarbeit
eine wichtige Rolle? Holt ihr euch eure Inspirationen
manchmal im Kino?
Hubert Lee: Klar, auf jeden Fall. Gerade Filme wie "Tron",
"I, Robot" oder "Ironmen" sind für Designer eine endlose

Quelle der Inspiration. Und wir hatten auch einen gewissen Unterhaltungsanspruch, wir wollten Entertainment Design mit einfließen lassen. Obwohl wir Mercedes-Benz sind, haben wir in dieser Hinsicht keinerlei Berührungsängste und setzen gern kreative Designstatements.

Vom Entwurf zur perfekten Animation.

Mercedes-Benz: Im Film kommen auch andere Fortbewegungsmittel vor, etwa ein Hubschrauber und ein Transporter. Stammen die auch aus eurem Studio?
Hubert Lee: Ja. Alles, was in der Animation zu sehen ist, wurde von uns entwickelt. Die Entwürfe wurden von Jack Luttige, Yasu Sato, Daniel Kim, Sam Lim und Alan Barrington erstellt. Dann haben wir die besten herausgesucht und weiterentwickelt. Andre Frey und Benedek Toth haben dann modelliert. Es war richtige Teamarbeit. Nicht zu vergessen Hans und Franz - Daniel Kim und Jack Luttige haben sie entworfen und Andre Frey hat sie in Maya zu Leben erweckt. Und das war die wahrscheinlich größte Herausforderung: einen Crashtest-Dummy gut aussehen zu lassen!

Als Hauptdarsteller sollten sie einfach cool wirken, sehr futuristisch aber gleichzeitig auch sofort als Crashtest-Dummys erkennbar.

Sie sollten sympathisch, aber nicht dämlich wirken und darüber hinaus ein 1a-Design haben. Das war mindestens genau so anspruchsvoll wie das Design des Silberpfeils.

 
 

Design aus einem Guss.

Mercedes-Benz: Inwieweit hatten Sie mit der eigentlichen Filmproduktion zu tun?
Hubert Lee: Ich war in allen Bereichen involviert aber es waren die Designer, die all ihr Herzblut in die Umsetzung gesteckt haben. Für die Haupthandlung wurde das Storyboard von Jack Luttige ausgewählt. Dann haben die Designer die atmosphärischen Hintergrundbilder für die Szenen entworfen. Alan Berrington, der sich sehr gut mit digitalem Modellbau auskennt, hat sich dann die komplette Animation gemäß

Storyboard vorgeknöpft. Wir haben also mit der Zukunftswelt begonnen und uns dann erst dem Silberpfeil gewidmet. Wir wollten ein ansprechendes Fahrzeug designen, das in dieser Kunstwelt absolut zuhause wäre. Alles wurde in einem Guss gestaltet und musste zueinander passen.

Eine echte Herausforderung.

Mercedes-Benz: Gab es während der Produktion noch unerwartete Schwierigkeiten?
Hubert Lee: Ja, die gab es. Nicht zuletzt das Timing, denn wir hatten große Pläne und absolut keine Ahnung, ob sich alle Aspekte rechtzeitig realisieren ließen. Und das mit Pixar in der Jury! Die Messlatte lag also ziemlich hoch - und das Ergebnis sollte einfach umwerfend sein. Auch das Modell musste rechtzeitig fertig werden. Die Veranstaltung war am Dienstag und das Modell bekam am Montagmorgen um 6 Uhr noch den letzten Schliff. Es war verrückt. Und dann war dieser Wettbewerb natürlich eher ein Nebenprojekt. Dabei das richtige Gleichgewicht zu halten, war für mich eine echte Herausforderung. Denn ich konnte ja nicht einfach alle Designer auf dieses Projekt ansetzen.

Über Grenzen hinaus denken.

Mercedes-Benz: Und warum nehmt ihr überhaupt an einem Wettbewerb wie der L.A. Design Challenge teil?
Hubert Lee: Uns Designern ermöglicht die L.A. Design Challenge, einmal über den normalen Designprozess hinauszudenken. In einer solchen Fantasiewelt muss das Ergebnis nicht alltagstauglich sein und funktionieren. Wir können unseren Gedanken also freien Lauf lassen und ingenieursrelevante Aspekte ignorieren. Außerdem erzeugt so etwas natürlich viel Medieninteresse. Das ist für uns eine echte Win-Win-Situation. Wir freuen uns natürlich auch sehr, dass das Ergebnis Designstudenten inspiriert und gleichzeitig beweist, dass Mercedes-Benz-Design keine Angst vor derartigen kreativen Herausforderungen hat.

Denn wir wollen natürlich die besten Talente für uns gewinnen. Und die sichert man sich am ehesten, wenn man ihnen praktisch vorführt, wie toll unser Studio ist - und die Firma, die dahinter steckt.

Kultfilme und Designklassiker.

Mercedes-Benz: Wo wir schon beim Thema Filmfahrzeuge sind: Was war für Sie die bisher beste Autoszene – oder der beste Film mit Kultcharakter?
Hubert Lee: Mein absoluter Favorit ist immer noch der grüne 1968er Fastback-Mustang GT aus Bullitt mit Steve McQueen. Wer diesen Mustang sieht, denkt sofort an Steve McQueen. Das war ein absolutes Kultauto, das ich auch

heute noch total gern besitzen würde. Oder Die Reifeprüfung: Da fuhr Dustin Hoffman einen Alfa Romeo Spider - auch das ist in unserem kollektiven Gedächtnis verankert.

Mercedes-Benz: Vielen Dank für diese spannenden Einblicke. Wir freuen uns schon jetzt auf kommende Projekte.

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an.

Bitte füllen Sie alle Felder aus, oder überprüfen Sie Ihre Eingaben.

Vielen Dank!

Ihre Mitteilung wurde gesendet.

Übertragungsfehler!

Ihre Anfrage konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.


Verwandte Themen.

Schließen
Empfehlen
  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter

  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter

  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter