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Am Polarkreis: Winter-Härtetest für die Omnibusse von Mercedes-Benz in Lappland.

[Polar]Kreisverkehr.

Eis, Schnee und arktische Temperaturen - unter den
extremen Bedingungen am Polarkreis bestehen nur die
Besten. Für die Busse von Mercedes-Benz also genau
das richtige Terrain.

Am Polarkreis: Winter-Härtetest für die Omnibusse von Mercedes-Benz in Lappland.

Arktisches Klima.

Null Grad und leichter Schneefall, Februar im finnischen Rovaniemi – als unser Flugzeug am frühen Abend landet, deutet nur die fast hüfthohe Schneedecke zaghaft an, welche extremen Bedingungen hier sonst herrschen. Und warum Mercedes-Benz seine Busse ausgerechnet hier in Lappland, unweit des Polarkreises, auf Herz und Nieren testet. Für etwa drei Wochen im Jahr bringen die Versuchsingenieure um Andreas Dingler, Leiter Versuch bei Daimler Buses, hier Jahr für Jahr Prototypen, Neuentwicklungen aber auch aktuelle Systeme an ihre Belastungsgrenzen und testen damit deren Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Das arktische Klima im finnischen Teil Lapplands allein reicht dafür aber natürlich noch nicht – für die verschiedenen Versuchsfahrten bewegen die angereisten Ingenieure und Techniker die Fahrzeuge hauptsächlich auf der speziell für Nutzfahrzeuge angelegten Teststrecke unweit von Rovaniemi.

Lappland in Bildern.

Am Polarkreis: Winter-Härtetest für die Omnibusse von Mercedes-Benz in Lappland. Die Teststrecke speziell für Nutzfahrzeuge wird präpariert.

Ideale Testbedingungen.

11,5 Hektar Fläche oder etwa 16 Fußballfelder groß ist das Areal mit idealen Testbedingungen für Busse: Kreisbahn mit 280 Metern Durchmesser und einer Anlaufstrecke von 1,3 Kilometern, Steigungen mit drei, fünf und sieben Prozent, Handlingkurs, den sogar ein Citaro G befahren kann und obendrein 100 Meter beheizter Asphalt, um das Bremsverhalten auf unterschiedlichen Reibwerten zu testen. „Natürlich kann man Wintertests auch simulieren, aber eben nicht jedes Detail und auch nicht in der Tiefe, wie es hier unter realen Bedingungen möglich ist“, schildert Andreas Dingler die Notwendigkeit derart aufwendiger Tests und fügt hinzu: „Das sind wir als Premiumhersteller unseren Kunden einfach schuldig!“ Fast unerwähnt bleibt dabei, dass die Busse bereits vor den ersten Metern auf der Teststrecke einen echten Marathon hinter sich haben.

Mannheim - Rovaniemi. Mehr als 2.700 Kilometer auf eigener Achse liegen hinter den Fahrzeugen, bevor die eigentliche Erprobung beginnt.

„Bei -38 Grad fühlt sich so ein Schraubenschlüssel verdammt kalt an“, schildert Andreas Rölle die Bedingungen bei der Wintererprobung am Polarkreis.

Echtes Abenteuer.

Dabei kann bereits die An- und Abreise zum echten Abenteuer werden. „Da kann es schon passieren, dass man nachts halb zwölf auf irgendeiner Raststätte unter dem Bus liegt und schraubt“, berichtet Andreas Rölle, Entwicklung Motoren und Antriebsstrang, mit einem Schmunzeln. Denn eins ist klar, nicht nur für die Busse ist die Wintererprobung ein echter Härtetest, auch die Testteams leisten echte Schwerstarbeit. „Bei -38 Grad fühlt sich so ein Schraubenschlüssel verdammt kalt an“, versichert Andreas Rölle glaubhaft und erwähnt ganz nebenbei, dass er gerade einmal eine Woche vor Abfahrt nach Finnland zum dritten mal Vater geworden ist. Für den Ingenieur mit Leib und Seele gehört es zum Beruf, „dass man bei Neuentwicklungen auch durchaus zweimal im Jahr für mehrere Wochen Versuche irgendwo fährt.“

Das allmorgendliche Briefing der Testmannschaft für den Tag durch Andreas Dingler, Leiter Versuch Daimler Buses.

Warme Kleidung.

Und auch Andreas Rölles Kollegen sind nicht minder motiviert, auch wenn die Wintererprobung einiges abverlangt. Entsprechend leicht fällt es Andreas Dingler auch, seine Mannschaft beim allmorgendlichen Briefing auf den Tag einzuschwören und den weiteren Ablauf der Testreihen zu planen. Minus zehn Grad sind es nun immerhin schon.

Bemerkenswert: Keiner der Ingenieure trägt eine Mütze oder gar Handschuhe. Alle tragen sogar lediglich Jeans – wenn man hier schon -38 Grad erlebt hat, haut einen so schnell nichts um. Trotzdem analysiert Andreas Dingler ganz pragmatisch: „Warme Kleidung ist alles. Wer friert, ist selber schuld!“ Der Testalltag fällt leichter, wenn man sich an den hohen Norden anpasst.

Das Tor zum Testgelände nahe Rovaniemi muss stets geschlossen sein, damit sich keine Rentiere auf die Strecke verirren.

Rentiere verboten.

Auch wenn das auf den ersten Blick manchmal skurril anmutet: Der jeweils Letzte, der das Testgelände befährt oder verlässt, muss stets warten, bis das Tor vollständig geschlossen ist – damit sich keine Rentiere aufs Gelände verirren und Unfälle verursachen. Bedenkt man aber, dass sich Kolosse wie der Citaro G mit mehr als 50 km/h auf dem Gelände bewegen und mit simulierten doppelten Spurwechseln die Leistungsfähigkeit der Knickwinkelsteuerung auf Eis und Schnee testen, erscheinen derartige Sicherheitsvorkehrungen ganz pragmatisch. Und der Parcours aus Pylonen ist auch ohne Rentiere schon eng genug - trotzdem meistert der 18 Meter Bus ihn mit traumwandlerischer Sicherheit. Das Heck folgt dem Vorderwagen dabei jederzeit mit beeindruckend stoischer Gelassenheit.

Auch auf den engen und schneebedeckten Straßen des 60.000 Seelen Städtchens Rovaniemi ist der Citaro G absolut souverän und schlängelt sich durch den Feierabendverkehr und über die schmale Brücke am Kemijoki-Fluß.

Sobald die Sonne in Rovaniemi die Oberhand gewinnt, verwandelt sich die Wintererprobung in Lappland in ein Postkartenidyll.

Postkarten-Idyll.

Zurück auf dem Testgelände und gerade noch unterwegs im Handlingkurs mit dem Citaro G, wird das Testprotokoll für einen kurzen Moment zweitrangig. Der hartnäckige Hochnebel und die geschlossene Wolkendecke, die seit Tagen über ganz Finnland zu liegen scheinen, geben einen Augenblick nach und lassen die Sonne gewähren.

Und plötzlich offenbart das finnische Lappland mit seiner kargen Baumlandschaft und der beinahe hüfthohen Schneedecke seine ganze Schönheit – ein Postkartenidyll, das selbst Fotos unnötig erscheinen lässt. Das sind definitiv Bilder die bleiben – auch ohne Kamera!

Wintererprobung in Bildern.

Auch aktuelle Modelle wie der Travego werden bei der Wintererprobung im finnischen Rovaniemi ausführlich getestet.

Einzigartige Tests.

Aber sofort wird weiter getestet, jetzt in einem aktuellen Modell des Travego. Wie alle Euro VI-Fahrzeuge wurde auch der Travego hier in Finnland vorab erprobt und durchläuft nun eine weitere Testreihe, um zu überprüfen, ob Kaltstartfähigkeit, Getriebe und Abgasnachbehandlung gemäß der Ansprüche von Mercedes-Benz nach wie vor einwandfrei funktionieren. So werden auch alle aktuellen Modelle stetig überprüft, um den hohen Standard, den man von einem Mercedes-Benz Bus erwarten darf, zu erfüllen. „Wenn sie sehen, wie ein Dieselmotor bei Temperaturen von unter -35 Grad innerhalb von fünf Sekunden problemlos anspringt – das ist schon fantastisch“, sagt Andreas Dingler selbstbewusst.

Und dieses Selbstbewusstsein ist absolut berechtigt, denn was Mercedes-Benz Omnibusse an Erprobungsarbeit leistet, darf durchaus als einmalig bezeichnet werden – der umfangreiche Testkatalog, die Testprotokolle und die Tiefe der Tests suchen ihresgleichen.

Mercedes-Benz Omnibusse Wintererprobung im finnischen Rovaniemi, Lappland – die Filmcrew dokumentiert die Tests.

Nach Redaktionsschluss, 20.03.2014, können sich Änderungen am Produkt ergeben haben.


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