Willkommen bei Mercedes-Benz International

Im Mercedes-Benz Werk Wörth werden Tag für Tag 400 Lkw produziert – alle nach dem Motto „Trucks you can trust“.

Hochzeit am Band.

„Trucks you can trust“ – eine Reportage
 aus dem Mercedes-Benz Werk Wörth.

Roboter im Rohbau: Das Dach wird aufgesetzt.

Roboter im Rohbau: Das Dach wird aufgesetzt.

Jeder LKW hat seinen Stern verdient - seit über 50 Jahren.

400 Fahrzeuge pro Tag, weit über drei Millionen insgesamt: Das Mercedes-Benz Werk in Wörth ist das größte Lkw-Montagewerk der Welt. Seit über 50 Jahren werden hier Lkw gebaut – und jeder einzelne hat seinen Stern verdient. Am Beginn der Fertigung steht der Rohbau. Nachdem die Bleche zusammengeschweißt wurden, erfolgt die erste optische Kontrolle: Vier Kameras an Roboterarmen fahren die relevanten Positionen ab. „Jedes Fahrerhaus muss diese Qualitätskontrolle passieren“, sagt Jürgen Olberding, Abteilungsleiter Rohbau. Das Kontrollsystem schlägt schon bei Abweichungen von 1,5 Millimetern Alarm. Im Produktionsprozess werden diese aber fast nie erreicht. Wenn doch, wird das Fahrerhaus in einem abgetrennten Raum noch einmal intensiv überprüft.

Bestätigen sich die Abweichungen, ist nun der Moment, um produktionsseitig gegenzusteuern. „Der Fahrer kann sicher sein, dass die Kabine, in der er sitzt, absolut Mercedes-Benz Qualität hat.“

Jeder Quadratzentimeter wird mit Decklack überzogen.

Jeder Quadratzentimeter wird mit Decklack überzogen.

Automatisiert und umweltschonend: Runderneuerte Lackiererei.

Nach dem Rohbau geht es für das Fahrerhaus in die Lackiererei. In der kathodischen Tauchlackierung erhalten alle Oberflächen die erste Schicht Grundierung. Die anschließende Abdichtung der Nähte und Blechflansche bietet zusätzlichen Schutz vor Korrosion. Dann bekommt das Fahrerhaus eine Füller-Beschichtung, die das Blech vor Lackbeschädigungen schützt, etwa bei Steinschlag. Erst dann erfolgt die Farblackierung. 

„Seit 2003 haben wir über 100 Millionen Euro in die komplette Erneuerung der Lackiererei investiert, in umweltschonende Prozesse und vollautomatisierte Anlagen. Das garantiert ein Höchstmaß an Qualität und Zuverlässigkeit“, sagt Ulrich Zimmer, Abteilungsleiter Lackierung. „Der Mitarbeiter steht aber nach wie vor im Mittelpunkt. Letztlich kann nur sein geschultes Auge die hohe Qualität sicherstellen.“

Gerade montiert – das 120 Kilogramm schwere Cockpit.

Gerade montiert – das 120 Kilogramm schwere Cockpit.

Die Vielfalt ist die Herausforderung.

Im Innenausbau ist die Vielfalt die Herausforderung. Ob Euro VI oder Euro V, ob Links- oder Rechtslenker, ob Actros, Antos, Arocs, Axor oder Atego – in Wörth laufen alle Baureihen und Modellvarianten in bunter Abfolge vom Band. Durch den neuen Actros haben sich die Anforderungen nochmals deutlich erhöht. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich etwa die Zahl der einzubauenden Teile verdoppelt. Und: „Wir stellen sehr hohe Anforderungen an die Qualität, damit sich der Fahrer rundum wohlfühlt“, so Dr. Jörg Krummel, Abteilungsleiter Innenausbau. Neben der laufenden Kontrolle am Band werden acht Fahrerhäuser pro Tag intensiv geprüft.

Zeichensprache – der Rahmen ist mit Montageinformationen versehen.

Zeichensprache – der Rahmen ist mit Montageinformationen versehen.

Laserbeschriftung für eine reibungslose Hochzeit.

Schließlich ist das Fahrerhaus bereit für die „Hochzeit“: die Zusammenführung mit dem Fahrgestell. Wegen der enormen Belastungen, denen die Lkw im Alltag ausgesetzt sind, werden die Längs- und Querträger mit Schrauben und Nieten verbunden. Es folgt die Lackierung des Fahrgestells, ehe Motor und Getriebe verbaut werden. Zur besseren Orientierung sind die Löcher des Rahmenlängsträgers laserbeschriftet.

 „Die Laserbeschriftung gibt für jedes einzelne Lochbild im vierreihigen Lochraster vor, welches Bauteil zu montieren ist und mit welchem Drehmoment die Schraubverbindung angezogen werden muss“, sagt Peter Arnecke, Abteilungsleiter Aufbau. Weiter geht es zum Rollenprüfstand. Hier muss jeder Lkw zeigen, dass seine Systeme anstandslos funktionieren. Die dokumentierten Ergebnisse werden bis zu 25 Jahre archiviert.

„Das gute Gefühl, dem Lkw mit dem Stern vertrauen zu können.“

„Das gute Gefühl, dem Lkw mit dem Stern vertrauen zu können.“

„Trucks you can trust“ gilt in allen Bereichen.

Den Abschluss der Produktion bildet eine optische Überprüfung des Fahrzeugs im Lichttunnel. Erst dann geben die Mitarbeiter den Lkw frei – im guten Wissen, dass auch dieses Fahrzeug den Stern verdient hat. So wie alle Fahrzeuge zuvor in der Geschichte des Werks. „Wir lassen uns in allen Bereichen von unserem Kundenversprechen ,Trucks you can trust‘ leiten“, sagt Helmut Bachmann, Leiter Produktion Fahrzeuge im Werk Wörth. „So erhalten unsere Kunden das gute Gefühl, dem Lkw mit dem Stern vertrauen zu können. Genau dieses Vertrauen in unsere Produkte jeden Tag aufs Neue zu verdienen, ist Motor unserer täglichen Arbeit.“


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