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Yolanda Sacristán auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Madrid.

Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Herbst/Winter 2013.

Seit mehr als zehn Jahren leitet Yolanda Sacristán die spanische
VOGUE. Ein Einblick in ihre Arbeit während der MBFW Madrid.

Autor: Alex Bohn / Fotos: Jorge Arberas / Film: Gil Amorin
Yolanda Sacristán, Chefredakteurin der spanischen VOGUE.

Unprätentiös und selbstbestimmt.

Yolanda Sacristán sitzt an ihrem Schreibtisch in der VOGUE-Redaktion in Salamanca, einer der besten Adressen in Madrid. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie die klassische VOGUE-Chefin: sehr schlank, sehr gut gekleidet, sehr distinguiert. Aber man braucht nur wenige Momente, um zu bemerken, dass sie dem Klischee einer Chefredakteurin so gar nicht entspricht: Kommt sie ins Büro, so schmeißt sie ihren Mantel nicht auf den Tisch und erwartet, dass ihre Assistentin ihn aufhebt. Sie hängt ihn einfach selber auf. Zu den Modenschauen der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid fährt sie nicht ihr persönlicher Fahrer, auch kein Taxi, sie fährt selbst. Und es gibt auch keine Schar dienstbeflissener Assistentinnen, die ihre Entourage bilden – Yolanda Sacristán kommt allein. Dabei ist der Frau, die die spanische VOGUE seit zwölf Jahren erfolgreich führt, nichts wichtiger als ihr Team.

Büro von Yolanda Sacristán, Chefredakteurin der spanischen VOGUE.

Haus der offenen Tür.

Das fängt bei ihrem Büro an – die Tür steht immer offen. Sie will, dass ihre Mitarbeiter jederzeit zu ihr kommen können. Nach ihrem Verständnis führt nicht sie die spanische VOGUE, sondern ihr Team und sie bestimmen gemeinsam das Geschick des Magazins. „Zuhören zu können, ist für mich die wichtigste Eigenschaft“, sagt sie. Jedes Heft entsteht in vielen Sitzungen, in denen alle Input geben, filtern und auf ein gemeinsames Ergebnis hinarbeiten. Und Yolanda Sacristán besteht auf permanente Erneuerung: „Wenn jemand sagt ‚Aber das haben wir noch nie so gemacht’, weiß ich, dass wir genau das ausprobieren müssen.“ Sie kennt auch ihre Leser gut; weiß, dass sie eher konservativ sind und von schnelllebigen Trends wenig halten.

David Delfin und Yolanda Sacristán hinter den Kulissen der Mercedes-Benz Fashion Week in Madrid.

Yolanda Sacristán im Interview.

Film ansehen

Im Gespräch mit Yolanda Sacristán, VOGUE España

Yolanda Sacristán bei der Arbeit.

Grenzen verschieben.

Yolanda Sacristán ist eine behutsame, pragmatische Erneuerin. Sie arbeitet mit etablierten Fotografen wie Patrick Demarchelier oder Tom Munro; bucht Models, die gesund und sogar ein wenig sonnengebräunt aussehen dürfen. So schafft sie mit Bildern klassischer Schönheit Freiraum für avantgardistischere Settings oder Stylings. Neue Trends entdeckt sie gemeinsam mit ihrem jungen Team auf den internationalen Modenschauen und manchmal sogar, wenn sie Zeit mit ihren drei Kindern verbringt, die zwischen vierzehn und siebzehn Jahren alt sind: „Ihre mediale Offenheit fasziniert mich“, sagt sie.

Auch auf der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid interessiert sie sich für die Arbeit der jungen Generation. So besucht sie nicht nur die Schauen der etablierten Designer

wie Roberto Torretta und Ángel Schlesser – sie freut sich auch besonders auf Designer wie María Escoté oder die Talente, die im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs EGO ihre Kollektionen zeigen.

Kollektion von Designer David Delfin.

Die Zukunft fest im Blick.

Der Nachwuchs ist Yolanda Sacristán wichtig – in der spanischen VOGUE stellt sie regelmäßig neue Talente vor und hat außerdem den Talentwettbewerb Who’s on next? initiiert, der den jungen Designern wirtschaftlich unter die Arme greift. Die Designer danken es ihr und pflegen den Kontakt – viele kennt sie seit Beginn ihrer Karriere. So zum Beispiel Davidelfín. Er gehört inzwischen zu den Großen, hat seine Kollektionen über mehrere Saisons auch in New York präsentiert. Auf das Urteil von Yolanda Sacristán vertraut er bis heute. Weil er weiß, dass sie am Tag seiner Modenschau bereits in Mailand sein wird, lädt er sie zu einem exklusiven Preview seiner Kollektion ein, die zum ersten Mal ganz in Weiß gehalten ist.

David Delfin hinter den Kulissen der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid.

Immer auf Augenhöhe.

Davidelfín hat seinen Showroom Backstage auf der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid eingerichtet und führt Yolanda Sacristán alle Elemente seiner Arbeit vor. Mit seinen leuchtenden Augen und weit ausholenden Armbewegungen gleicht er dabei einem begeisterten Schuljungen, der seiner Lehrerin Bericht erstattet. Sie aber bleibt mit ihm auf Augenhöhe, fragt ausgiebig nach den Details der Schnittführung bei den minimalistischen Kleidern und probt den Sitz der Handtaschen, die man auf zweierlei Weise tragen kann. Schließlich verabschiedet sie sich von ihm so herzlich wie von einem alten Freund und widmet sich der nächsten Herausforderung in ihrem übervollen Terminkalender: zwei Fernsehinterviews.

David Delfins Kollektion auf der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid.

Leidenschaft und Pragmatismus.

Dass es Backstage im Licht der Scheinwerfer so heiß war wie in einer Sauna, ist ihr nicht einmal aufgefallen. Sie muss sich nicht das Gesicht pudern, sich nicht die Haare kämmen, nicht einmal etwas zu trinken braucht sie. Vielleicht vergisst sie aber auch alle Bedürfnisse, weil sie mit Leib und Seele bei der Arbeit ist. Sie hat ihr gesamtes Arbeitsleben im Dienst der Mode verbracht – ohne sich jemals zu langweilen. Ihr Blick auf die Mode ist bei aller Leidenschaft jedoch pragmatisch. „Sie ist eine wunderbare Verführerin. Wichtig ist bloß, dass man nicht vergisst, dass es am Ende des Tages Wichtigeres gibt als ein Paar neue Schuhe.“

Wie sie es durch die geschäftige Fashion Week Saison schafft, erzählt uns Yolanda Sacristán hier:

Bereiten Sie Ihre Outfits für die Fashion Weeks vor oder haben Sie eine Uniform, die immer sitzt?
Wenn ich zu den Fashion Weeks in Paris und Mailand reise, ist Beschränkung wichtig, denn ich kann nur einen Koffer mitnehmen. Ich konzentriere mich auf fünf bis sieben Outfits, die sich untereinander kombinieren lassen. Und um sicherzugehen, dass alles passt, mache ich vor meiner Abreise Polaroids der Outfits. In einem anderen Land kann man nicht mal eben nachhause fahren und sich umziehen – und nichts ist schlimmer, als einen ganzen Tag im falschen Outfit festzustecken!

Was ist für Sie das unangefochtene Highlight der Fashion Week?
In Madrid freue ich mich immer sehr auf die Schauen von Ángel Schlesser und María Escoté.

Haben Sie während der Fashion Week einen Ort an dem Sie Ihre Zeit am liebsten verbringen?
Einer meiner liebsten Orte in Madrid ist das Museo del Prado. Wenn ich aber zwischen den Schauen eine Pause habe, fahre ich zurück ins Büro.

Gibt es ein Kleidungsstück, das Sie gerade besonders gern hätten?
Ja, den blauen Smoking aus der Frühjahreskollektion 2013 von CÉLINE.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn die Fashion Week vorüber ist?
Ich freue mich, meine Familie wiederzusehen! Eine Stunde in der Badewanne ist auch nicht schlecht. Oder ich gönne mir eine Behandlung im Tacha, einem sehr guten Spa in Madrid.

Auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Madrid.

Ein persönlicher Einblick: Yolanda Sacristán auf der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid.

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