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Der britische Filmemacher über die Produktion mit The Man Repeller und warum Vertrauen am Set wichtiger ist als Hierarchie.

Fashion Creatives:
Im Gespräch mit Regisseur
Danny Sangra.

Der britische Filmemacher über die Produktion mit The Man Repeller
und warum Vertrauen am Set wichtiger ist als Hierarchie.

Text: Aldona Kwiatkowski / Fotos: Andrew De Francesco
Der Londoner Danny Sangra ist wohl das, was man ein Multitalent nennt.

Der Londoner Danny Sangra ist wohl das, was man ein Multitalent nennt. Angefangen zu zeichnen hat er schon als Kind, als er die meiste Zeit im Friseursalon seiner Mutter in Leeds verbrachte und die Cover der dort herumliegenden Magazine umgestaltete. Später kamen Illustrationen und Fotografien dazu. Mit Filmen hat er nach eigener Aussage erst spät angefangen, 2007, und auch eher durch Zufall. Ein Freund von ihm brachte ein neues Musikalbum raus und da packte er spontan den Entschluss, ein Video dazu zu machen. Mittlerweile hat er nicht nur mit Musikgrößen wie A$AP Rocky und Lianne La Havas zusammengearbeitet, sondern auch mit Modelabels wie Mui Mui und Mulberry.

Dabei ist es sein Gespür für Geschichten und die Fähigkeit am Set Situationen zu schaffen, in denen die Protagonisten sich wohlfühlen, die seine dokumentarischen Arbeiten so natürlich und locker werden lassen, wie auch sein neuer Film über Leandra Medine von The Man Repeller für die neue Mercedes-Benz Video-Serie Fashion Creatives zeigt.

Am Tag nach der Produktion treffe ich Danny im Wythe Hotel zum Interview und Burger-Essen – das musste sein:

Leandra Medine in New York.

Wie geht’s Dir heute? Und wie fandest du den Dreh gestern?
Es ist alles extrem entspannt abgelaufen, wobei mein Job ja noch nicht ganz getan ist. Leandra ist sehr wortgewandt und hat auf den Punkt genaue Antworten gegeben. Manchmal merkt man den Interviewten an, dass sie nicht wirklich hinter ihren Antworten stehen oder nicht so recht wissen, was sie da eigentlich genau erzählen. Dann muss man auch das Niveau der Fragen herunterschrauben. Gestern kam es aber zu einem echten Gespräch, mit vielen guten Antworten, so dass wir schnell zur nächsten Location ziehen konnten.

Irgendwelche lustigen Momente oder Herausforderungen, die du mit uns teilen möchtest?
Leandra ist sehr belesen – das hat mich erst einmal etwas eingeschüchtert… und unser erster Drehort war natürlich gleich ein Buchladen. Literatur ist definitiv ihr Steckenpferd, und als sie mich gefragt hat, ob ich dieses oder jenes Buch schon gelesen habe, war ich manchmal einfach nur so „Ähhhm“.

Da ist es immer gut, einen Assistenten am Set zu haben, denn man kann sich nur schwer auf das Interview konzentrieren und gleichzeitig im Kopf behalten, welche Szenen man noch abdrehen wollte.

Im Gespräch mit Regisseur Danny Sangra.

Wie würdest du deinen Regiestil und kreativen Ansatz beschreiben?
Ich arbeite gern mit kleinen Teams und mit Leuten, die auch meine Freunde sein könnten – wenn sie es denn nicht schon sind. An meinem Set herrscht eine freundschaftliche Atmosphäre ohne echte Hierarchien. Wenn etwas anders laufen soll, dann sage ich es schon, aber solange alles im Lot ist, äußere ich nicht unbedingt meine Meinung, nur um etwas einzubringen. „Locker“ ist vielleicht der falsche Ausdruck, weil ich immer weiß, was ich tue, aber bei mir steht auch niemand unter Hochdruck. Ich vertraue meinem Team.

Der britische Filmemacher über die Produktion mit The Man Repeller.

Auch Humor spielt in deiner Arbeit eine sehr wichtige Rolle. Es gibt immer wieder lustige Szenen und auch Einblicke hinter die Kulissen.
Ich spiele viel mit der Metaebene. Meine Protagonisten sind sich ihrer Situation sehr bewusst; sie wissen, dass sie gefilmt werden, auch wenn es nicht unbedingt immer Teil des Drehbuchs ist. Und klar, ich schreibe auch Dialoge, die ich lustig finde, wobei ich mich nicht als Comedy-Autor verstehe.

Könntest du dir vorstellen, in Zukunft Spielfilme zu drehen?
Ja, da möchte ich eigentlich hin. Aber gleichzeitig ist mir wichtig, dass das Ergebnis so weit wie möglich meins ist. Ich möchte für meinen ersten Film kein fremdes Drehbuch verfilmen, sondern sitze gerade an einem eigenen Skript.

Der britische Filmemacher über die Produktion mit The Man Repeller.

Momentan produzierst du relativ viele Kurzfilme fürs Internet. Welchen Einfluss hat dieses Medium auf den Prozess und das Ergebnis?
Die Budgets meiner Independent-Kurzfilme sind oft sehr schmal, aber wer gute Ideen hat, findet einen Weg. Man braucht auf jeden Fall Leute, auf die man sich verlassen kann und die an einen glauben. Das erste Projekt ist immer das Schwierigste, weil man noch nichts Konkretes vorweisen kann, um andere zu überzeugen. Und das wird wahrscheinlich solange so bleiben, bis man das Level von Scorcese erreicht hat. Im Internet kann man ein Publikum erreichen, das gern drei- bis fünfminütige Videos schaut, wobei ein Fünfminüter hier schon fast wie „Apocalypse Now“ ist.

Gibt es Filmemacher, die du bewunderst?
Am meisten haben mich wohl Jean-Luc Godard und Woody Allen beeindruckt. Aber meine wahren Helden sind Kurosawa (obwohl ich nie solche Filme drehen werde) und Scorsese. Ein paar meiner Freunde haben schon mal mit ihm zusammengearbeitet und davon geschwärmt – von seinem Intellekt und seinem Umgang mit den Schauspielern.

In Sachen Attitüde ist John Cassavetes bei mir ganz vorne. Er hat oft ohne alles – ohne Geld und allein mit der Unterstützung seiner Freunde – gedreht und sich gar nicht erst um einen Verleih bemüht, sondern einfach direkt Kinos gemietet und Tickets verkauft. Das ist echtes Independent-Kino. Wie könnte man so etwas nicht bewundern?

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