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Rekordfahrten auf der Brooklands-Bahn in England, 22. Dezember 1913. L.G. „Cupid“ Hornsted tritt in einem Benz 200 PS an.

100 Jahre 200 PS.

Rekordfahrten auf der Brooklands-Bahn in England, 22. Dezember 1913.
L.G. „Cupid“ Hornsted tritt in einem Benz 200 PS an.

50 Pferdestärken aus jedem Zylinder: Der Benz-Motor von 1911 kam im legendären Rekordwagen Benz 200 PS zum Einsatz, der in der Umgangssprache als „Blitzen-Benz“ bekannt ist.

Der Rekordknacker.

Brooklands, am 22. Dezember 1913. Auf der weltweit ersten Rennstrecke, die allein zu Wettbewerbszwecken konzipiert wurde, herrscht Vorweihnachtsstimmung. Und große Spannung: Ein junger Brite, der auf den Spitznamen „Cupid“ hört, pustet in seine Hände, bevor er sie ans Lenkrad seines blau lackierten Benz 200 PS legt. Bis in wenigen Minuten wird der Gentleman am Steuer der Welt zwei neue Geschwindigkeitsrekorde geliefert haben. Lydston Granville Hornsted wird aus stehendem Start die halbe Meile in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,8 km/h und den Kilometer 118,8 km/h fahren. Und damit den Auftakt zu einer märchenhaften Rekordserie bilden, für die dieses Fahrzeug noch in die Geschichte eingehen soll.

Ruhmreich: Zentrales Exponat von Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 1911 in Berlin ist der 200-PS-Rekordwagen, genannt „Blitzen-Benz“.

Erfolgsmotor.

Hornsteds Rekordwagen ist eine modifizierte Variante des damals schon legendären „Blitzen-Benz“. Er ist der dritte von insgesamt sechs Benz 200 PS Rennwagen, die ab 1909 gebaut werden. Victor Héméry, Leiter der Versuchsabteilung von Benz & Cie, hat damals einen herausfordernden Auftrag erhalten: einen Wagen zu konzipieren, der 200 km/h erreichen kann. Basis dafür ist der 150 PS Grand-Prix-Wagen, dessen Motor durch Vergrößerung der Bohrung zum hubraumstärksten Motor eines Rennwagens der Firmengeschichte weiterentwickelt wird. Der überdimensional große Vierzylindermotor leistet in der ersten Version 184 PS bei 1.500 U/min, durch knifflige Feinarbeit kann dieser Wert aber auf 200 PS bei 1.600 U/min gesteigert werden.

In diesem Fahrzeug knackt Héméry, auch ein begnadeter Rennfahrer, in Europa zum ersten Mal die 200 km/h-Marke – ebenfalls auf der Brooklands-Bahn.

Die „American Automobile Association“ bescheinigt, dass Robert Burman am 23. April 1911 folgenden Rekord aufgestellt hat: eine Meile mit fliegendem Start in „25 40/100“ Sekunden.

Blitzenschnell.

Die Erfolgsgeschichte des Rekordwagens endet jedoch nicht an den Grenzen Europas: Als Benz & Cie sich gewahr wird, dass europäische Rennstrecken nicht für derart schnelle Fahrzeuge gebaut worden sind, schickt man den Rekordwagen im Januar 1910 nach Übersee. Der neue Besitzer, Ernie Moross, tauft das gute Stück kurzerhand „Lightning Benz“ – zu Deutsch „Blitzen-

Benz“. Darin fährt Bob Burman am 23. April 1911 den fliegenden Kilometer mit einem Tempo von 227,51 km/h und die fliegende Meile mit 225,64 km/h. Damit ist der „Blitzen-Benz“ doppelt so schnell wie jedes Flugzeug – und das schnellste Fahrzeug überhaupt.

Der Benz 200 PS (Startnummer 3), mit dem Colonel Hornsted 1913 in Brooklands zwei Weltrekorde knackt.

Die glorreichen Neun.

Das Fahrzeug von Hornsted ist eine 1912 erbaute modifizierte Variante dieses „Blitzen-Benz“. Der Konstrukteur Fritz Erle hat in dem Fahrzeug unter anderem die Bergrennen von Gaillon und Limonest in Frankreich gewonnen. Trotzdem bringt der Brite gegenüber der ursprünglichen Konfiguration des Fahrzeugs eine Reihe von Änderungswünschen an: Er möchte eine modifizierte Kühlermaske, außerdem einen aufsetzbaren Windabweiser und technische Modifikationen. Der Legende nach wird der gewaltige Auspuff des 21,5-Liter-Vierzylindermotors dabei durch den Anbau eines Ofenrohrs bis zum Fahrzeugheck verlängert. Seine ersten Runden fährt er in dem blau lackierten Wagen im November 2013, bevor er seine vorweihnachtlichen Rekorde aufstellt. Bei diesen beiden soll es jedoch nicht bleiben.

Sieben weitere spektakuläre Weltrekorde wird er im darauf folgenden Jahr in diesem Fahrzeug noch erzielen, unter anderem den über zwei und über fünf Meilen mit fliegendem Start.


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