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Aerodynamik in Bestform: der 540 K Stromlinienwagen.

Back to the future.

Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen: seiner Zeit voraus.

Der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen ist ein faszinierendes Einzelstück.

Zeitlos und einzigartig.

Fellbach bei Stuttgart. Ein durchwachsener Tag im März. Auf der Landstraße fährt eines der faszinierendsten Modelle der Automobilgeschichte: ein Kompressorwagen des Typs 540 K. Beim Aufheulen des Kompressors beginnen die Augen des 86-jährigen Beifahrers zu funkeln: Als er diesen Kompressor zum letzten Mal hörte, war er zehn Jahre alt – und saß in einem der schnellsten Autos seiner Zeit. Damals war sein Vater Versuchsfahrer in den Dunlop-Werken, wo ein 540 K Stromlinienwagen als Erprobungsfahrzeug für Reifen eingesetzt wurde. Heute fährt auch sein Sohn mit, der Enkel des Testfahrers von 1938.

Der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen ist ein faszinierendes Einzelstück. Im Sommer 2014 wird er der Öffentlichkeit beim Concours d’Elegance im kalifornischen Pebble Beach präsentiert – bis ins Detail originalgetreu restauriert und rekonstruiert.

In der Abteilung „Sonderwagenbau“ entstanden in Einzelanfertigung Personenwagen mit herausragender Design- und Individualisierungsqualität.

Am Anfang war die Ambition.

Die Geschichte des Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagens beginnt 1937 in Sindelfingen. Dort ist die Anfang der 30er-Jahre eingerichtete Abteilung „Sonderwagenbau“ darauf spezialisiert, hochwertige Einzelstücke anzufertigen. Binnen kürzester Zeit steht die „Sindelfinger Karosserie“ für außergewöhnliche Karosserien in bester handwerklicher Qualität. Sind in der Regel private, wohlhabende Kunden die Auftraggeber, verhält es sich beim 540 K Stromlinienwagen anders: Diesmal ist der Automobilhersteller selbst sein Kunde. Ziel ist es, unter der Leitung von Hermann Ahrens ein Fahrzeug zu entwickeln, das auf der geplanten Fernfahrt Berlin-Rom 1938 höchste Dauergeschwindigkeiten ermöglicht und zugleich besten Komfort bietet. So vermittelt der Wagen die Innovationskraft von Mercedes-Benz auf überragendem technischem wie stilistischem Niveau.

Einer, der Akzente setzt: der 540 K Stromlinienwagen von Mercedes-Benz.

Akzent auf der Aerodynamik.

Dementsprechend werden beim 540 K Stromlinienwagen die aktuellsten Erkenntnisse der Aerodynamik angewandt: Die Aluminium-Karosserie besticht mit fließenden Linien, niedriger Silhouette, minimierten Störquellen an der Oberfläche und einem verkleideten Unterboden. Selbst der klassische Mercedes-Stern ist aus Gründen der Windschlüpfigkeit nicht als Kühlerfigur präsent, sondern auf das Haubenvorderteil lackiert. Und der repräsentative Mercedes-Benz Spitzkühler verschwindet hinter einer strömungsgünstigen, für die damalige Zeit avantgardistisch gestalteten Frontpartie. Kurz: Der 540 K Stromlinienwagen ist konsequent nach damaligen Erkenntnissen der Aerodynamik konstruiert. Mit dem leistungsstarken Kompressorantrieb kommt das Fahrzeug rasch auf hohe Geschwindigkeiten und kann diese auch auf langen Distanzen halten.

Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h – ein beeindruckender Wert für das Jahr 1938. Eine ungewöhnlich lange Übersetzung der Hinterachse sorgt dafür, dass die Motoren bei solch rasanten Fahrten nicht überdrehen.

Die sogenannte Offertzeichnung oder Angebotszeichnung des Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagens.

Nicht alle Wege führen nach Rom.

Doch dieses einzigartige Fahrzeug schlägt einen anderen Weg ein als geplant: Die Fernfahrt Berlin-Rom wird zuerst um ein Jahr verschoben und findet letztlich aufgrund des Kriegsausbruchs gar nicht mehr statt. Ohnehin sind die Entwickler auf technische Herausforderungen gestoßen, die sie in dem gesteckten Zeitrahmen nicht zu ihrer Zufriedenheit hätten lösen können: Kopfzerbrechen bereiten zum Beispiel die Reifen, die der Belastung durch das hohe Gewicht und die sehr hohen Geschwindigkeiten noch nicht ausreichend standhalten. Daher verschlägt es den 540 K Stromlinienwagen 1938 als Versuchsfahrzeug in die Dunlop-Werke, wo Hochgeschwindigkeitsreifen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden. Nach dem Krieg gelangt der Wagen zurück zu Mercedes-Benz, wo die Karosserie demontiert wird. Später wird das Originalchassis wieder entdeckt.

Die Chassisnummer und die ungewöhnliche Hinterachsübersetzung zeigen den Experten von Mercedes-Benz Classic, dass sie dem faszinierenden Einzelstück von 1938 auf der Spur sind.

Allein an der Karosserie wurde 4.800 Stunden lang gearbeitet.

Die Zeitreise beginnt.

Es entsteht der Wunsch, dieses Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen – und zwar absolut originalgetreu. So wird eines der anspruchsvollsten Projekte von Mercedes-Benz Classic in die Wege geleitet. Die Basis bilden die Originalkomponenten des ursprünglichen Fahrzeugs, wie zum Beispiel der Rahmen und die Hinterachse.Weitere Originalteile aus den 1930er-Jahren finden sich im gut sortierten Fundus der Sammlung. Die Restaurierung und die Rekonstruktion der fehlenden Teile ist eine Aufgabe für Spezialisten. Schon die Rekonstruktion der Aluminiumkarosserie, von der am Fahrzeugrahmen nur noch Spuren vorhanden sind, wird 4.800 Arbeitsstunden verschlingen – und die absolut originalgetreue Ausführung ist nur möglich, weil umfassende Recherchen in den Archiven von Mercedes-Benz Classic wichtige Dokumente zutage gefördert haben: neben der sogenannten

Offertzeichnung, den Auslieferungsbüchern und historischen Fotos ist dies vor allem ein millimetergenauer Linienriss im Maßstab 1:1. Allein die Vorbereitung zur Fertigung dauert ein gutes Jahr.

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Back to the Future - Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen

Nach der Rekonstruktion wird das Fahrzeug im Schutze der Nacht getestet.

Fertig ist der Lack.

2013 beginnt die Rekonstruktion. In mühevoller Detailarbeit werden alle Finessen berücksichtigt. So wird auf Basis Jahrzehnte alter Lackspuren die originalgetreue Farbe des Exterieurs nachgemischt. Dokumentationslücken fordern die Experten von Mercedes-Benz Classic immer wieder heraus, in die Rolle der Entwickler von damals zu schlüpfen. Das Endresultat ist brillant: Zum Concours d‘Elegance in Pebble Beach präsentiert sich das Fahrzeug der Öffentlichkeit in seiner ursprünglichen Perfektion. Schon im Stand nimmt man ihm seine hohe Fahrtgeschwindigkeit ab. Und im Innenraum lassen feinstes graues Leder und ein gebogenes Armaturenbrett aus edlem Nussbaumholz das Ambiente eines Mercedes-Benz Luxuswagens der 1930er-Jahre aufleben. Kurz: Der 540 K Stromlinienwagen vermittelt wie vor 76 Jahren seine einzigartige Faszination.


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