Willkommen bei Mercedes-Benz International

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Oldtimer Formel 1 Motorsport CIAPGPF1 Grand Prix Drivers Club Logo

Der Club der Legenden.

50 Jahre Grand Prix Drivers Club.

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Formel 1 Grand Prix Drivers Club CIAPGPF1 Hans Herrmann Jochen Mass Leo Höld

Hans Herrmann (Mitte) mit Ehefrau und Jochen Mass. (Foto: Leo Höld)

„Klassentreffen“ der
Rennsport-Veteranen.

Wenn im Mercedes-Benz Museum eine Atmosphäre wie bei einem ausgelassenen Klassentreffen herrscht, muss es einen besonderen Anlass geben: Der CIAP GP F1, der Club International des Anciens Pilotes de Grand Prix oder kurz: Grand Prix Drivers Club, feiert sein 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass versammeln sich am 25. August 2012, Rennsport-Veteranen wie Hans Herrmann, der mit Juan Manuel Fangio und Karl Kling Mitte der 1950er Jahre das legendäre „Silberpfeil-Team“ von Mercedes-Benz bildete, Maria Teresa de Filippis (Jahrgang 1926), die erste Frau, die an einer Formel 1 Weltmeisterschaft teilnahm, Mercedes-Benz Markenbotschafter Jochen Mass, der Schweizer Rennstall-Gründer Peter Sauber und, und, und. Insgesamt dürften mehrere hundert WM-Punkte und ein halbes Dutzend Le Mans-Sieger an diesem Tag im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zu Gast sein.

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Grand Prix Drivers Club CIAPGPF1 Hans Herrmann Karl Kling Juan Manuel Fangio

Hans Herrmann (rechts) mit seinen Mercedes-Benz Rennkollegen Karl Kling (links) und Juan Manuel Fangio 1954.

Seit 40 Jahren Mitglied.

„Es ist immer etwas Besonderes, sich wiederzutreffen“, freut sich Hans Herrmann, für den es ein Heimspiel ist. Der gebürtige Stuttgarter begegnet unter anderem seinem ehemaligen Partner Richard Attwood, mit dem er 1970 die 24 Stunden von Le Mans gewann – zugleich Schlusspunkt von Herrmanns Karriere als Rennfahrer.

Wenig später wurde der Schwabe Mitglied im Grand Prix Drivers Club, so wie seine ebenso berühmten Kollegen Fangio, Kling, Sir Stirling Moss, Manfred von Brauchitsch und Hans Stuck.

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Grand Prix Drivers Club CIAPGPF1 Juan Manuel Fangio Sir Stirling Moss

CIAPGPF1-Gründungsmitglied Juan Manuel Fangio (rechts) mit seinem Kollegen Sir Stirling Moss 1955 beim Grand Prix von England.

Zunächst ein Club der Sieger.

Aus der Taufe gehoben wurde der Club am 23. August 1962 im Nobelkurort Villars in den Schweizer Bergen. Die Idee zur Gründung eines Clubs „pensionierter“ Grand Prix Piloten geht auf die Rennsportlegenden Juan Manuel Fangio, Louis Chiron und Emmanuel de Graffenried zurück, die sich zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren von der aktiven Laufbahn zurückgezogen hatten. Zum Präsidenten wurde Chiron gewählt, als Ehrenpräsident fungierte Fangio. Als Voraussetzung für die Aufnahme war zunächst der Sieg in einem Grand Prix geplant, aber um den Kreis potenzieller Mitglieder nicht zu sehr zu limitieren, entschloss man sich, alle Grand Prix Teilnehmer zuzulassen. Trotzdem blieb es eine exklusive Vereinigung, die in 50 Jahren „nur“ rund 200 Mitglieder aufgenommen hat.

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Formel 1 Grand Prix Drivers Club CIAPGPF1 Richard Attwood David Piper Le Mans Leo Höld

Briten unter sich: Richard Attwood (links), Le Mans Sieger von 1970, und David Piper. (Foto: Leo Höld)

Zum Jubiläum ein opulentes Buch.

„Früher war es ein Club von Freunden, in dem man einfach den Telefonhörer abheben und sich für den nächsten Monat verabreden konnte“, erzählt Historiker und Clubmitglied Graham Gauld. Der Brite hat die bewegte Geschichte des Clubs in einem Buch aufgeschrieben, das sich der CIAP GP F1 zu seinem Jubiläum gönnt.

Mit einem Vorwort von Ehrenmitglied Bernie Ecclestone ist der opulente Band mindestens so exklusiv wie der Club selbst – und natürlich nicht frei verkäuflich.

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Formel 1 Grand Prix Drivers Club CIAPGPF1 Maria Teresa de Filippis Leo Höld

Die erste Frau in der Formel 1: Maria Teresa de Filippis mit Enkelin. (Foto: Leo Höld)

Erinnerung an
Juan Manuel Fangio.

In dem Buch kommt auch Maria Teresa de Filippis zu Wort. Die Grand Dame der Formel 1, seit 1979 Clubmitglied, wurde 1984 zur Generalsekretärin gewählt und traf in der Folge regelmäßig auf Widerstände von außen – eben weil sie eine Frau ist. Protegiert wurde die gebürtige Neapolitanerin von Juan Manuel Fangio, der sie ermunterte, im Club Verantwortung zu übernehmen. Sie erinnert sich noch heute gerne an ihren 1995 verstorbenen legendären Kollegen und Fürsprecher. Er gab ihr Tipps, war dabei immer geradlinig, hilfsbereit und bescheiden. Ein Gentleman und großer Rennfahrer. Diese Typen vermisst die 85-Jährige, die mit ihrer Lebendigkeit geradezu ansteckend wirkt, heute ein wenig auf der Rennstrecke.

Sie selbst ist für keinerlei Komplimente oder Ehrbezeugungen zu haben. „Ich bin am Leben und das ist genug“, sagt die 86-Jährige demütig.

Mercedes-Benz Historie Classic Museum Grand Prix Drivers Club CIAPGPF1 Hans Herrmann Schloss Dyck Classic Days

Hans Herrmann ist heute immer noch bei historischen Veranstaltungen aktiv, wie hier bei den Schloss Dyck Classic Days 2012.

„Wie war es damals?“

„Ein Club gegen das Vergessen“ formuliert Motorsport-Journalist und Clubmitglied Helmut Zwickl im Buch. Hans Herrmann, darauf angesprochen, muss schmunzeln: „Ich habe nicht die Befürchtung, dass die alten Helden vergessen werden“, erzählt er. Auch Buchautor Graham Gauld pflichtet bei, dass der Club sich verjüngen wolle, momentan die Aufnahme von Mikka Häkkinen und David Coulthard erwäge. Herrmann betont, dass auch junge Fahrer wie Lewis Hamilton und Sebastian Vettel ihn fragten: „Wie war es damals?“ Und er erzählt gerne, ist ein Quell unzähliger Geschichten. Etwa von der Dramatik in Le Mans 1969, als er Zweiter hinter Jacky Ickx wurde, oder wie er seiner Frau versprach, im Falle eines Sieges im Folgejahr aufzuhören. Jetzt freut sich Hans Herrmann erstmal auf die Club-Fahrt ins Piemont. Sicher wird dann wieder eine Atmosphäre wie bei einer Klassenfahrt herrschen. Einer Klassenfahrt der Legenden.


Verwandte Themen.

Schließen
Empfehlen
  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter

  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter

  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter