Willkommen bei Mercedes-Benz International

Die Flügeltürer und Roadster des Mercedes‐Benz 300 SL Club e.V. auf dem Flugplatz Schleißheim.

Festival der Sportwagen‐Ikonen.

Das 35. Jahrestreffen des Mercedes-Benz 300 SL Club e.V.

Text und Fotos: Johannes Schlörb
Die Klassiker stehen in der Mercedes-Benz Niederlassung für Schaulustige Spalier.

Feiertag in München.

Es ist Feiertag in München – im doppelten Wortsinne. Sportwagenklassiker aus ganz Europa und von weiter her treffen in der Mercedes‐Benz Niederlassung ein und werden zu ihren Plätzen auf Parkebene 1 gelotst. Über 80 werden es am Ende sein und eindrucksvoll Spalier stehen für 

Schaulustige aus der ganzen Region. Nicht irgendwelche Oldtimer, sondern fast ausschließlich Pretiosen der Baureihe W 198, besser bekannt als 300 SL „Flügeltürer“ und Roadster. Nirgendwo sonst auf der Welt dürfte es sie in dieser Häufung geben wie an jenem letzten Maiwochenende in München.

Die 300 SL stehen Spalier.

Volles Programm.

Der Mercedes‐Benz 300 SL Club e.V. hatte in die Bayernmetropole eingeladen. Zum 35. Jahrestreffen erwartete die Clubteilnehmer ein dichtes Programm: vom zünftigen Abend im Augustinerkeller über eine touristisch angelegte Rallye am Freitag, den Festabend in der Niederlassung mit Alfons Schuhbeck und „kleiner Deutschlandpremiere“ des

neuen S‐Klasse Coupé. Samstags dann die Gleichmäßigkeitsprüfungen und Viertelmeilenrennen auf dem Flugplatz Schleißheim, ein anschließendes Mittagessen am Starnberger See und als großes Finale ein Galaabend im Hotel Bayerischer Hof im Beisein vieler Ehrengäste, darunter Rennfahrerlegende Hans Herrmann mit Gattin.

Gute Laune bei den Teilnehmern am Freitagmorgen in der „Spindel“ der Niederlassung.

Orchestraler Klang.

Freitagmorgen in der „Spindel“ der Niederlassung, die von der Parkebene hinunter zum Rallye‐Start an der Münchner Arnulfstraße führt. Die gute Laune der Wartenden hier im millionenschweren Stop and Go ist angesichts der ungefilterten Abgase nicht eben selbstverständlich. Das

hochmoderne Entlüftungssystem der Niederlassung hat seine liebe Not gegen die wahrhaft atemberaubenden Ausdünstungen Dutzender M198‐Reihensechszylinder. Vielleicht ist es aber auch deren orchestraler Klang, der für die Strapazen sichtlich entschädigt.

Trotz bewölktem Himmel konnte man schöne Aussichten genießen, wie hier auf einen W198-Coupé.

Schöne Aussichten.

Es heißt, der stets wetterfeste Hamburger erkenne Sonnenschein meist daran, dass der Regen wärmer wird. Für diese beiden Hanseaten in ihrem W198‐Coupé mit Hamburger Kennzeichen dürfte am Freitag daher wohl tatsächlich die 

Sonne in Oberbayern geschienen haben, denn kalt war es nicht. Alle anderen freuten sich auf den Samstag und trockeneres Wetter, insbesondere die Roadster‐Fahrer.

Die Witterung verwehrte leider den einen oder anderen Blick auf die malerische Landschaft.

Fog on the water.

Auf dem Weg Richtung Eibsee an der Zugspitze legt sich dichter Nebel in die Täler. Neben der Witterung und der analogen Navigation per Roadbook über verschlungene Straßen lautet eine weitere Herausforderung für die SL‐Fahrer, einige Quizfragen zur Region und deren Geographie zu beantworten. Das Clubmanagement entschließt sich später 

jedoch, die Frage nach den Namen der Seen entlang der Route aus der Wertung herauszunehmen. Augenzwinkernde Begründung: im dichten Nebel hätten die wenigsten Rallyeteilnehmer am Freitag eine Chance gehabt, die malerischen Seen überhaupt zu Gesicht zu bekommen, geschweige denn sie zu benennen.

Die Mercedes-Benz Niederlassung beeindruckt vor allem durch seine imposante Fassade.

Imponiert exponiert.

Die sonst für ihren spektakulären Adventskalender bekannte Glasfassade von Mercedes‐Benz München erstrahlt am letzten Freitagabend im Mai auf der mittleren Etage in violettem Licht. Hier dinieren gerade die rund 130 Teilnehmer des 300‐SL‐Club‐Jahrestreffens. Gastgeber und Niederlassungsleiter Ulrich Kowalewski verspricht während 

seines Grußwortes nicht weniger als 80.000 Zuschauer für das große Schuhbeck‐Dinner – und hält Wort. Achtzigtausend ist nämlich die ungefähre Zahl Autofahrer, die an einem Freitagabend wie diesem die Donnersbergbrücke auf der Westseite der Niederlassung queren – mit direktem Blick auf die imposante Showroom‐Fassade.

Der Flugplatz ist eine geradezu symbiotische Kulisse für die Flügeltürer.

Beflügelt.

Der Samstag bringt den ersehnten Sonnenschein und führt die Clubmitglieder am Vormittag an einen Ort, der als Fotokulisse für Flügeltürer besonders gute Motive bietet: der Flugplatz Schleißheim nördlich von München. Das Gelände wurde vor über einem Jahrhundert für die königlich‐bayrische Fliegertruppe erschlossen. „EDNX“, so das Rufzeichen, ist

damit die älteste noch in Betrieb befindliche militärische Anlage ihrer Art, auch wenn sie heute ausschließlich zivil genutzt wird. Besucher treffen hier auf Doppeldecker, Segelflieger und kürzlich sogar auf ein ganzes Geschwader Flügeltürer.

Auf der Start- und Landebahn versammeln sich Dutzende 300 SL.

Der Sonne entgegen.

Auf dem Runway ist die Hölle los: Dutzende SLs mit ausgebreiteten Flügeln oder offenem Verdeck versammeln sich auf der rund 800 Meter langen Start‐ und Landebahn des Flugplatzes Schleißheim. So bildschön das Karosseriedesign des W 198 ist, so bereitwillig absorbiert es auch jeden Sonnenstrahl. Das Öffnen der Flügeltüren auch während der langsamen Fahrt dient daher also weniger der Show als vielmehr der Luftzufuhr für den sich treibhausartig aufheizenden Innenraum. Dennoch: die Teilnehmer freuen sich sehr über die wärmende Sonne nach dem doch etwas zu feuchten Auftakt ihres Jahrestreffens.

Beim Pylonen-Parcours konnten die Teilnehmer beweisen, was ihr Fahrzeug hergibt.

Agilität auf dem Prüfstand.

Keine Fata Morgana, sondern Vater und Sohn auf dem Gleichmäßigkeitsparcours. Hier gilt es, die Pylonen‐Strecke in möglichst identischer Zeit in beide Richtungen zu durchfahren. Manch ein Teilnehmer tut dies gemächlich, andere trauen der alten Gitterrohrrahmenkonstruktion und dem jungen 

Beifahrer deutlich mehr zu. Ob Roadster oder Coupé: der 300 „Sport Leicht“ ist auch mit seinen rund 60 Jahren noch immer ein äußerst agiler Sportwagen mit eindrucksvollen Fahrleistungen. Viel zu selten sieht man dies so deutlich wie hier auf der Hindernisstrecke.

Nach Hause auf der Autobahn bei schönstem Wetter.

Auf Wiedersehen!

Zeit für den Abschied bis zum nächsten Jahr. Dann wird das Jahrestreffen des Mercedes-Benz 300 SL Club e.V. in Hamburg stattfinden. Auf der Rückreise aus München werden sich einige der Teilnehmer noch auf den Autobahnen in alle Himmelsrichtungen begegnen. Manche lassen ihre Fahrzeuge schon direkt an der Mercedes-Benz Niederlassung auf Trailer verladen, um unnötige Strapazen für Mensch und Maschine zu vermeiden. Andere aber reisen auf eigener Achse im Sternenklassiker nach Hause, auch über sehr weite Strecken. Insbesondere zwei Clubmitglieder aus den Niederlanden (hier nicht im Bild) wissen nur zu gut, was die über 800 Kilometer Heimreise im Flügeltürer an einem sonnigen Tag wie diesem bedeutet. Sie steigen daher von vornherein besonders leicht bekleidet in ihr Fahrzeug – und stehen einige Kilometer weiter bereits im ersten Rückreisestau des langen Himmelfahrts-Wochenendes, sicher sehr zur Freude der Schaulustigen ringsum.


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