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Einige der herausragenden Fahrerinnen haben sehr früh bewiesen, dass sie mit Männern konkurrieren oder diese sogar übertreffen können.

Frauen und Motorsport.

Eine Liebesgeschichte, die fast so alt ist wie das Auto selbst.

Frauen haben Männer als Rivalen in Rallyes herausgefordert – auch in Zeiten, in denen Autofahren als sehr undamenhaft galt.

Männer als Rivalen.

Frauen und Motorsport: Diese Liebesgeschichte ist fast so alt wie das Auto selbst. Lange bevor Grid Girls in den 1960er Jahren ein normaler Anblick im Fahrerlager wurden, haben weibliche Motorsport-Enthusiasten Männer als Rivalen in Rallyes, Grands-Prix- und sogar Formel 1-Rennen 

herausgefordert. Auch in Zeiten, in denen Autofahren als unüblich in der Damenwelt galt. Einige dieser herausragenden Fahrerinnen haben sehr früh bewiesen, dass sie mit Männern konkurrieren und diese sogar übertreffen können.

Ernes Merck wurde als Tochter eines Industriellen aus Darmstadt geboren.

Abenteuerlustig und leidenschaftlich.

Sie verkörperte die moderne, wohlhabende Frau der zwanziger Jahre – abenteuerlustig und mit einer Leidenschaft für Automobile. In einer Zeit, in der Frauen gerade erst das Wahlrecht bekommen hatten, galt das Fahren eines Sportwagens für Frauen als undamenhaft und skandalös. Ernes Merck wurde als Tochter eines Industriellen aus Darmstadt geboren. Ihr Ehemann Wilhelm Merck, Fabrikbesitzer, brachte sie zum Motorsport. Sie teilte bald seine Leidenschaft für schnelle Automobile. Bald schon setzte sie sich hinter das Lenkrad und fuhr mit hoher Geschwindigkeit. 1922 nahm Ernes Merck erstmals an einem Rennen teil und erreichte das Ziel an „ehrenhafter Position“. Sie verbesserte daraufhin ihre rennfahrerischen Fähigkeiten und arbeitete sich bis an die Spitze vor. In vielen Rennen ließ die Mercedes-Werksfahrerin eine Reihe stolzer Rennfahrer hinter sich.

Ernes Merck wurde zu einer Berühmtheit in der Rennsportwelt.

In der Favoritenrolle.

1927 nahm sie zweimal am Rennen über den Klausenpass in der Schweiz teil, dem zum damaligen Zeitpunkt populärsten und schwierigsten Bergrennen. Dort forderte sie nicht nur ihren Ehemann Wilhelm heraus, sondern auch den legendären Rudolf Caracciola – den erfolgreichsten deutschen Rennfahrer vor dem II. Weltkrieg. Am Wochenende vom 13./14. Juli 1927 nahm Ernes in ihrem Mercedes-Benz Typ S mit 180 PS in der Rennwagenklasse mit den größten Fahrzeugen zwischen 5 und 8 Liter Hubraum am Klausenpass-Rennen teil. Ernes Merck blieb unter der magischen Marke von 20 Minuten und kam als Zweite ins Ziel. Zur Überraschung vieler wiederholte sie ihren Erfolg vom Vortag und besiegte dabei neben ihrem Ehemann mehrere bekannte Rennfahrer. Lediglich Caracciola und seinem Mercedes-Benz musste sie sich geschlagen geben. Auch wenn sie nicht gewann - Ernes Merck wurde fortan zu einer Berühmtheit in der Rennsportwelt.

Ewy Rosqvist und Ursula Wirth gewannen den Tourenwagen Grand Prix von Argentinien 1962 auf einer der härtesten Streckenrallyes der Welt.

Eine Sensation.

 "Eine Sensation!" schrieb die internationale Presse im November 1962. Grund für diese euphorischen Überschriften war die in Schweden geborene Ewy Rosqvist. Nach 4626 km in ihrem Mercedes-Benz 220 SE gewann sie mit ihrer Beifahrerin Ursula Wirth den VI. Tourenwagen Grand Prix von Argentinien. Es war das erste Mal, dass zwei Frauen eine der härtesten

Streckenrallyes der Welt gewonnen haben. Neben einer Anerkennung ihrer sportlichen Leistung herrschte auch Erstaunen über die Tatsache, dass zwei Frauen in diesem außergewöhnlich anstrengenden Wettbewerb gegen ein Feld ausschließlich männlicher Konkurrenten erfolgreich sein konnten.

Ewy Rosqvist, Tochter eines Landwirts, lernte das Fahren sehr früh.

200 Kilometer täglich.

Anfang der 1960er Jahre waren internationale Top-Athletinnen in vielen Disziplinen noch sehr selten. Ewy Rosqvist war sicherlich kein Rennsport-Neuling, als sie im Auftrag von Mercedes-Benz 1962 an den Start des Grand Prix von Argentinien ging. Die 1929 in Ystad in Südschweden geborene Tochter eines Landwirts lernte das Fahren sehr früh. Sie hatte als Tierarzthelferin gearbeitet und daher viel Erfahrung auf langen, schlecht ausgebauten Straßen – manchmal bis zu 200 km täglich. Ihr Ehemann fuhr Rennen, und nachdem sie ihm zugeschaut hatte, beschloss sie 1956, es selbst zu versuchen. Nur zwei Jahre später ging sie bei ihrer ersten Rallye an den Start, der Midnight Sun Rallye. 1959 gewann Rosqvist in einem Volvo den Women’s Cup der Rallye-Europameisterschaft. 

Danach nahm die Daimler-Benz AG im Frühjahr 1962 die erfolgreiche Fahrerin in das Mercedes-Benz Werksteam auf. In jenem Jahr wurde sie für den Start beim Grand Prix von Argentinien aufgestellt.

Das Duo Rosqvist und Wirth wurde von den Medien begeistert gefeiert.

Das siegreiche Duo.

286 Fahrzeuge waren für das Rennen gemeldet, nur 43 haben das Ziel erreicht. Ewy Rosqvists war eines davon – aber damit nicht genug: Vor dem Start des Rennens haben Zeitungen die Tatsache, dass ein Frauenteam an den Start der Marathon-Rallye durch Argentinien gehen würde, ins Lächerliche gezogen. Als Rosqvist und ihre Beifahrerin Wirth in der ersten Etappe auf den ersten Platz fuhren, wurde ihr Erfolg jedoch bald als respektable Leistung gelobt. Nachdem das Duo auch die zweite Etappe gewann, wurden die beiden Schwedinnen in den Medien des Landes begeistert gefeiert. Am Ende des Grand Prix haben Ewy Rosqvist und Ursula Wirth alle sechs Etappen der Rallye gewonnen. Das Paar setzte sich mit einer Zeit von 34:51:03 Stunden deutlich an die Spitze und hatte gegenüber dem Zweitplatzierten Boris Stipic einen Vorsprung von über drei Stunden herausgefahren. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Gewinner betrug 126,87 km/h - ein neuer Rekord.

Ellen Lohr gelang bald der Sprung in die Formel 3 – ein wichtiger Schritt für viele angehende Formel 1-Fahrer.

Wichtige Schritte.

Eine der erfolgreichsten Fahrerinnen Deutschlands war Ellen Lohr. Im Gegensatz zu einigen ihrer Freundinnen verbrachte sie viel Zeit auf der Kartbahn. Wie viele andere Rennfahrer sammelte Ellen Lohr ihre ersten Erfahrungen hinter einem Lenkrad in der Welt der Go-Kart-Rennen. Ihr gelang bald der Sprung in die Formel 3 – ein wichtiger Schritt für viele angehende Formel 1-Fahrer. Aber schließlich war es die DTM – die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft – bei der sich Ellen Lohr im Rennsport als erfolgreiche Fahrerin etablierte. 

Zwischen 1990 und 1995 fuhr Ellen Lohr erfolgreich für das AMG-Mercedes Team in der DTM.

Hinter dem Lenkrad.

Zwischen 1990 und 1995 fuhr sie erfolgreich für das AMG-Mercedes Team in der DTM, in der modifizierte Serienfahrzeuge gegeneinander antreten. Am 24. Mai 1992 bezwang Ellen Lohr auf dem legendären Hockenheimring all ihre Wettbewerber in einem Mercedes-Benz DTM Rennwagen und kam nach einem langen und begeisternden Rennen als Erste ins Ziel. Es war das erste Mal, dass eine Frau ein deutsches Tourenwagen-Rennen gewann. 1996 versuchte Ellen Lohr sich an etwas Neuem. Sie begann bei Truck-Rennen und nahm in der DTC teil – der Deutschen Tourenwagen Challenge. 2004 nahm sie erstmals an der Rallye Dakar teil – dem berühmten Offroad-Rennen auf dem afrikanischen Kontinent. Heute, nach mehr als 20 Jahren Rennen und Rallyes, ist Ellen Lohr eine Medien-Expertin für DTM-Rennen. In einem immer noch von Männern dominierten Geschäft wurde sie für viele zum Idol – wie Ernes Merck und Ewy Rosqvist.


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