Willkommen bei Mercedes-Benz International

Die von Brescia in Norditalien nach Rom und zurück führende Mille Miglia gilt als Härtetest.

GEHEIMNIS EINER LEGENDE.

Wir blicken hinter die Kulissen der Mille Miglia 2013 und entdecken die straffe Organisation dieses legendären Rennens.

„Wir haben den Rubikon überschritten!“ ertönt es in unserem Rennwagen auf dem Weg nach Rom.

Hinter den Kulissen der
Mille Miglia 2013.

„Wir haben den Rubikon überschritten!“ ertönt es in unserem Rennwagen auf dem Weg nach Rom, und die Stimmung steigt mit den abziehenden Wolken. Ja, wir werden uns nicht dem Dauerregen beugen, der die Mille Miglia 2013 begleitet. Und es sieht immer besser für uns aus. Roter Mohn würzt den Anblick der weiten gelb-grünen Felder entlang der tausend Meilen langen Strecke von Brescia nach Rom und zurück.

Jetzt am zweiten Tag des Rennens sind wir natürlich auch hier, um uns vom Anblick der legendären Autos wie dem Mercedes-Benz SSK (W 06), dem Ponton (W 180) als Vertreter aus der langen Tradition der Mercedes-Benz S-Klasse - und einer ganzen Reihe von 300 SL „Gullwing“ (W 198) begeistern zu lassen. Dieses Jahr wollen wir jedoch die Magie hinter diesem Rennen erkunden, die für dieses spektakuläre Ereignis in Italien verantwortlich ist. Schon auf der Weiterfahrt schwärme ich von unserem ersten planmäßigen Halt in Ferrara auf dieser berüchtigten und historischen Rennstrecke.

Eine letzte Feinabstimmung für den Mercedes-Benz 300 SL (W 198).

Ein Blick unter die Haube.

Bereits um 6 Uhr morgens gibt sich Mercedes-Benz-Chefmechaniker Michael Plag ruhig und entschlossen. Dank seiner Leitung und dem Know-how der Mercedes-Benz Classic Crew stehen die historischen Autos aufgereiht vor den jahrhundertealten Ziegelmauern hinter dem Burggraben des Castello Estense, dabei die Mechaniker mit verschränkten Armen, fachmännisch dem Klang der Motoren lauschend. 

Auch der 1952er Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194) erhält eine letzte Feinabstimmung für diesen regnerischen Morgen. Die Mechaniker stecken ihre Köpfe unter der Motorhaube zusammen.

Statt Panik zu schieben, werden Witze ausgetauscht. Zur Zufriedenheit von Plag und seinem Team dröhnen die Fahrer mit grimmiger Entschlossenheit in den Regen davon. 

Wir gönnen uns eine Pause bei Espresso und Cappuccino.

Un Caffè Per Favore!

Es geht nach San Marino auf 765 m über dem Meeresspiegel. Die Mechaniker von Mercedes-Benz Classic sind der Aufgabe gewachsen, und die Autos haben kaum Probleme. Sie rollen auf den grünen Teppich, wo wir sie mit Espresso und Cappuccino in den Händen erwarten. Mit neuer Kraft geht es abwärts, über den Rubikon und dann auf der Autobahn den Mercedes-Benz Viano Personal Hosting Transportern hinterher, die ebenfalls Rennsportgeschichten erzählen könnten. 

Als das Grau langsam den blauen Himmel freigibt, legen wir eine Pause auf einem Rastplatz ein. Die Jungs öffnen den Kofferraum der Transporter und präsentieren ihre Lagerbestände an Red Bull Dosen. „Im Moment nur Espresso. Aber wenn es darauf ankommt, muss eben stärkeres Zeug her!“ Und es kommt immer darauf an!

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Mille Miglia 2013

Die Assistance Crew wurde in sechs Untergruppen unterteilt: Flag Team, Personal Hosting, Hotelrezeption, Gepäcktransport, Medientransport und Sicherheitsfahrer.

Eine straff organisierte Armee.

Die Assistance Crew mit ihren 36 Teammitgliedern ist in sechs Untergruppen unterteilt: Flag Team, Personal Hosting, Hotelrezeption, Gepäcktransport, Medientransport und Sicherheitsfahrer. Und das sind die Männer und Frauen, die bis zur Erschöpfung arbeiten, wenn es bei der Mille Miglia wieder einmal hoch her geht. 

Die Gepäcktransport-Crew zum Beispiel bringt Taschen von Fahrern und Teammitgliedern von einem Hotelzimmer zum nächsten. So belanglos dies scheinen mag, entlastet dieser Service die Fahrer doch von zusätzlichem Stress, wenn sie nach einer anstrengenden Tagesetappe bereits im „Delirium“ sind. Als ob das reibungslose Funktionieren des Teams unter Beweis gestellt werden sollte, sehen wir bei der verfrühten Ankunft in Rom eine emsige Armee das Hotel für die Ankunft der

Rennfahrer vorbereiten. Ulf Hässler, Leiter vor Ort, bietet an, dass sein Team zusätzlich als „Info-Service“ bereitsteht – rund um die Uhr. Er selbst wird bis 4 Uhr morgens Bereitschaft haben und dann durch ein Teammitglied abgelöst werden. Buona fortuna!

Jochen Mass und Karl Wendlinger im Mercedes-Benz SS (W 06).

Die Jagd ist eröffnet.

Auf dem letzten Streckenabschnitt aus Rom zurück nach Brescia macht sich Ausdauer bezahlt: Die Toskana zeigt der Mille Miglia ihre gesamte Herrlichkeit. Aber die Augen immer geradeaus gerichtet können wir immer nur kurze Blicke auf die Landschaft riskieren. Unser Medienfahrer Philipp Gelse hält sich durch ständige Zufuhr von doppio espresso konzentriert.

Mit ihm hinter dem Lenkrad lassen wir Siena hinter uns und erklimmen die Hügel der Toskana hinter Jochen Mass (ehemaliger Fahrer in der Formel Eins, in der Deutschen Sportwagen-Meisterschaft und in Le Mans) und Karl Wendlinger (Sauber Mercedes Formel Eins) im Mercedes-Benz SS (W 06). Die Kamera läuft, und der 25-jährige Philipp Gelse bemüht sich, mit den 50 Jahren harter Rennerfahrung von Jochen Mass und dessen Fahrkünsten mitzuhalten. Wir schaffen es, die glänzend kirschrote Schönheit im Auge zu behalten.

Diese Damen haben die Rennstrecken der Mille Miglia geschmückt.

Schließlich begeben wir uns zu einem Plausch mit bandeline oder dem Flag Team. Diese acht Damen mit ihren grauen Uniformen, blauen Kappen und karierten Armbesätzen haben im wahrsten Sinne des Wortes die Rennstrecken der Mille Miglia geschmückt. Zwei von ihnen sind Elena Bieder und Alexandra Kiener. Sie haben bislang über 60.000 Fahnen

Rockstar Girls.

entlang der Strecke ausgegeben und sich damit ein großes Lob und Respekt auch von konkurrierenden Teams verdient, die ansonsten eher verächtlich mit ihren Rivalen umgehen.
Nach der Nachtruhe, in der jede Sekunde zählt und man selbst in der Badewanne erreichbar sein muss, sind sie dem Rennen immer einige Stunden voraus und verteilen Fahnen an Zuschauer oder stecken sie als Streckenmarkierung in den Boden. Vor lauter Begeisterung reißen ihnen die Leute buchstäblich die Fahnen aus den Händen und hinterlassen dort unzählige schmerzhafte Schnitte vom Papier.

Stefanie Klaeser, die ebenfalls zum Team gehört, meint dazu mit funkelnden Augen: „Die Leute bitten uns um Fahnen, wir schlafen jede Nacht in einem anderen Hotel und das Gepäck wird uns direkt aufs Zimmer geliefert – so fühlen wir uns wie Rockstars!“

David Coulthard fährt den 300 SLR (W 196 S) auf die Zielrampe.

Am Ziel.

Schon bald fährt der Schotte David Coulthard (13-facher Formel Eins Grand Prix Sieger und Mercedes DTM-Rennfahrer) im 300 SLR (W 196 S) auf die Zielrampe. Trotz Kupplungsproblemen beim Durchqueren einer Fußgängerflut in Siena freuen sich Coulthard und die anderen Fahrer nun auf eine heiße Dusche und einen Umtrunk. 

Es endet jedoch nicht alles in der Viale Venezia. Support-Fahrer wie Philipp Frohwein, für den dies die erste Mille Miglia ist, sitzen hinter ihren Lenkrädern. Sie warten auf Meldungen von Teammitgliedern per Funk, die nach den Rennwagen Ausschau halten. Die Ruhe ist noch eine Ewigkeit weg für diese Jungs, welche die Wettbewerbsfahrzeuge von der Zielrampe

durch Brescia zum Parkplatz bringen. Aber das Adrenalin in seinen Adern sorgt dafür, dass Philipp Frohwein trotz Müdigkeit in den Augen ein ekstatisches Grinsen und jugendliches Lachen zeigen kann. 

In einigen Städten sieht man stolze Banner mit den Worten La leggenda passa di qui (Die Legende führt durch diesen Ort).

Die Mille Miglia ist in der Tat ein Test für Ausdauer und Durchhaltevermögen – drei Tage im Auto, „la corsa piu bella del mondo“, - eine Belastung für die Nerven mit Vorwarnung. Daher wundert es nicht, dass in einigen Städten stolze Banner mit den

„Die Legende führt durch
diesen Ort.“

Worten La leggenda passa di qui (Die Legende führt durch diesen Ort) zu sehen sind und die Bürger bei jedem Wetter auf die Straßen stürmen, um die Rennflotte freudig zu bejubeln.

Legenden entstehen nicht aus heißer Luft. Gegen alle Widrigkeiten – Wetter, Arbeit und die Grenzen der menschlichen Energie – kämpfen die normalerweise unbemerkten Männer und Frauen ihre eigene Schlacht neben den Stars und Sternchen dieses Stücks italienischer Geschichte. Auch wenn die Geschichte dieser Mechaniker und der gesamten Support- und Assistance-Crew nicht an die Sage von den Elite-Rennfahrern in ihren Autos aus den früheren Rennjahren heranreicht, bilden sie doch die Struktur, auf der die stolze Legende der Mille Miglia aufbaut.

Eindrücke von der Mille Miglia 2013.

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