Willkommen bei Mercedes-Benz International

Der Mercedes-Benz 8/38 PS war von 1926 an eines der ersten Autos für „Herrenfahrer”.

Genau ihr Typ.

125 Jahre Bertha-Benz-Fahrt im Mercedes-Benz 8/38 PS Typ Stuttgart.

Die 17-jährige Theresa Unnold freut sich auf die Bertha-Benz-Fahrt im “Stuttgart”.

Mit 17 hat man noch Träume.

Theresa Unnold ist 17 und wird in zwei Jahren Abitur machen. Sie hat Physik als Leistungsfach gewählt, weil sie eine technische Ader hat und weil sie verstehen will, wie komplexe Dinge funktionieren. Ihre Hobbys sind Pferde und der Mercedes-Benz Klassiker ihrer Großeltern Brigitte und Horst Bacher. Die sagten früher immer: „Wenn wir einmal die Muße haben, kaufen wir uns einen Oldtimer.“ Eines Tages haben sie sich einfach die Zeit genommen für ihren ersten Klassiker, einen Mercedes 8/38 PS. Seit sie den „Stuttgart“ haben, nehmen sie auch an Ausfahrten teil. Besonders gern an der Bertha-Benz-Fahrt, der in diesem Jahr einem Jubiläum gewidmet ist:

Die Fahrt der Bertha Benz von Mannheim nach Pforzheim mit ihren Söhnen Eugen und Richard sowie dem Patent-Motorwagen Nummer 3 jährt sich zum 125. Mal.

Der „Stuttgart“ war eines der ersten Modelle nach der Fusion von Benz und Daimler.

Der erste Mercedes-Benz.

Der „Stuttgart“, mit dem Bachers an dieser Fahrt teilnehmen werden, wurde von 1926 bis 1928 als eines der ersten neuen Modelle nach der Fusion von Benz und Daimler angeboten. Der in der baden-württembergischen Landeshauptstadt hergestellte Zweiliter-Sechs-Zylinder 8/38 PS und das Mannheimer Schwestermodell, der Mercedes-Benz 12/55 mit Dreiliter-Sechszylinder und 55 PS, waren die ersten beiden PKW-Modelle, die den neuen Markennamen Mercedes-Benz führten. Das vom badischen Unternehmensteil Benz favorisierte Modell traf den Nerv der Zeit. Es war eines der ersten Herrenfahrer-Autos – also eines, mit dem der Besitzer selbst fuhr, statt sich wie vordem üblich von einem Angestellten chauffieren zu lassen.

Zwei alte Bekannte: Theresa Unnold und der „Stuttgart“.

Zwei alte Bekannte.

Theresa Unnold, die mit zierlichen Händen zupackend am mächtigen Lenkrad des Mercedes kurbelt, hat erst seit ein paar Monaten den Führerschein. Alleine fahren darf sie bis zum 18. Geburtstag noch nicht, nur in Begleitung von Großeltern oder Eltern. „Gleich nach der Führerscheinprüfung habe ich mich zum ersten Mal ans Steuer gesetzt. Der ‚Stuttgart‘ ist mir kein einziges Mal ausgegangen“, erzählt sie. Bevor es losging, hat Horst Bacher ihr in der Küche bei einer Tasse Kaffee Theorieunterricht gegeben. Zur Dreigangschaltung mit Leerlauf und Zwischengas sagte der Großvater: „Das bekommst Du schnell ins Gehör und ins Gefühl“. Dass Theresa nicht zu schnell fahren soll, hat er nicht gesagt. 38 PS Motorleistung und 1250 Kilogramm Gewicht des W 02 machen diesen Hinweis überflüssig.

Zum Schluss gab er ihr mit auf den Weg: „Ihr zwei kennt Euch so lange – ihr kommt sicher miteinander zurecht.“

In Gedenken an Bertha Benz bestehen die Damen auf dem Platz hinterm Steuer.

Generationenvertrag hinterm Steuer.

Wieso sich die Fahranfängerin ausgerechnet ans Steuer eines solch eindrucksvollen Klassikers setzt, hat mit ihrer Großmutter zu tun. Wenn man im Rhein-Neckar-Kreis wohnt, liegt das Schwetzinger Schloss nicht fern, beim Concours d’Elegance ein Magnet für Freunde automobiler Klassiker. Und eine Anlaufstation der Bertha-Benz-Fahrt in Erinnerung an eine starke und tatkräftige Frau. Als das Ehepaar Bacher erstmals Zaungast dieser Ausfahrt von Autos mit Baujahr vor 1930 war, staunten beide über die liebevoll präsentierten automobilen Schätze – und Brigitte Bacher wunderte sich, dass die meisten Frauen auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatten statt am Steuer, wie man es bei einer Bertha-Benz-Gedächtnisfahrt vermuten könnte. „Wenn wir hier teilnehmen können“, sagte Brigitte zu Horst Bacher, „dann fahre aber ich!“.

Enkelin Theresa fuhr in den vergangen zehn Jahren auch oft mit: hinten. Heute sitzt Brigitte Bacher auf dem Beifahrersitz, ihr Mann sitzt hinten, und am Steuer sitzt – Theresa.

Zwischen Theresa und dem “Stuttgart” hat es gleich gefunkt.

Liebe auf den ersten Blick.

Theresa Unnold erinnert sich noch genau an ihre erste Begegnung mit dem Klassiker: „Ich war sechs Jahre alt und die Großeltern sagten mir, sie wollten mir etwas zeigen. Das Garagentor ging auf, und da stand dieser riesengroße grauschwarze Wagen. Ich wusste sofort: Den werde ich einmal fahren.“ Er hat die Bachers und ihre Enkelin nie im Stich gelassen. Brigitte Bacher sagt: „Das besondere Erlebnis ist für mich immer jener Moment im Frühjahr, wenn wir den Wagen zum ersten Mal wieder aus der Garage holen. Man betätigt den Anlasser – und der ‚Stuttgart‘ läuft, obwohl er den ganzen Winter über stand! Er ist immer angesprungen.“

Eine Frage des Vertrauens.

Für Theresa Unnold ist es eine Frage des Vertrauens, sich ans Steuer des mächtigen Wagens zu setzen. Vielleicht gilt das umgekehrt auch, und der rüstige 85-jährige Automobil-Senior freut sich sogar ein bisschen auf die Bertha-Benz-Fahrt

mit seiner 17-jährigen Freundin Theresa am Steuer.
Weitere spannende Beiträge über historische Fahrzeuge finden Sie im Mercedes-Benz Classic Magazin


Verwandte Themen.

Schließen
Empfehlen
  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter

  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter

  •  

    Rechtlicher Hinweis

    Erst wenn Sie auf den Schalter klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Facebook übertragen. Die Schaltfläche bleibt so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Freigabeprozess

    Sie können die Buttons auch dauerhaft aktivieren. Die Schalter bleiben dann so lange aktiv, bis Sie sie wieder deaktivieren.

    Alle Sharefunktionen freischalten

    Facebook Google+ Twitter