Willkommen bei Mercedes-Benz International

Mercedes-Benz Historie Oldtimer Pins Classic Mercedes-Benz Museum

Kleine Meisterwerke
und Zeitzeugen.

Eine einzigartige Datenbank präsentiert
Mercedes-Benz Pins und Buttons.

Mercedes-Benz Historie Classic Oldtimer Mercedes-Benz Museum Benz Gaggenau

Benz Gaggenau Brosche (1920).

Das Schmuckstück der Sammlung
ist fast 100 Jahre alt.

Wenn Gerhard Schuster auf das Schmuckstück seiner Sammlung zu sprechen kommt, gerät er ins Schwärmen. Eine aus dem Jahr 1920 stammende Brosche von „Benz Gaggenau“ hat er vor ein paar Jahren erstanden – „für ein paar hundert Euro“, wie der 62-Jährige erzählt. Insgesamt hat der ehemalige Mercedes-Benz Mitarbeiter etwa 3.000 Pins und Anstecker von Mercedes-Benz in seiner Sammlung – „ich kann’s Ihnen nicht genau sagen“. Gemeinsam mit anderen Sammlern – aktive oder ehemalige Kollegen bei Mercedes-Benz – machte er sich im Jahr 2010 daran, Mercedes-Benz Pins in einer einzigartigen Datenbank zu erfassen. Über 5.750 Stück (Stand: August 2012) enthält die Datenbank mittlerweile – Tendenz steigend, denn jeder Sammler kann Fotos beisteuern und fehlende Informationen ergänzen. „Die Datenbank steht für alle offen, sie lebt und wird sich immer weiterentwickeln“, erzählt Schuster.

Mercedes-Benz Historie Classic Oldtimer Mercedes-Benz Museum Service

Mercedes-Benz Service Gabelschlüssel (IAA 2004).

Pins gibt es seit
den 1980er Jahren.

Was sind eigentlich Pins? Anstecknadeln mit einem senkrecht nach hinten stehenden Dorn, die mit einem Gegenstück („Butterfly“) fixiert werden. „Pins, wie wir sie heute kennen, gibt es seit den 1980er Jahren“, erklärt Sammler Gerhard Schuster. In Europa, vor allem in Frankreich, habe es damals für Unternehmen zum guten Ton gehört, Pins an Kunden abzugeben.

Als Vorläufer der Pins gelten Gewandnadeln, Halstuch-Schließen, Broschen und Krawattennadeln. In den USA wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts Anstecker als Werbeartikel verteilt.

Mercedes-Benz Historie Classic Oldtimer Mercedes-Benz Museum Benz 300 SL

300 SL Pin aus den USA (undatiert).

Sheriffstern und andere Sterne.

So findet man in der Pin-Datenbank, welche die Sammler mit Unterstützung von Mercedes-Benz Classic in knapp anderthalbjähriger Arbeit erstellten, alte wie neue Exemplare, große und kleine, runde und eckige. Es sind verschiedene Modelle und Baureihen aus der Historie von Mercedes-Benz zu sehen, Logos, Werbeslogans, Büsten von Carl Benz – und alle Varianten des Sterns. Es gibt Kuriositäten wie den Pin zur Betriebsratskonferenz 2007 oder einen Sheriffstern mit Truck. Oder kleine Meisterwerke wie die Mercedes-Benz Rennsportlegende Bernd Schneider mit Pokal, einen Gabelschlüssel von Mercedes-Benz Service („Geprägter Pin, 37mm x 10mm“) und, und, und. „Man kann es vielen Pins gar nicht mehr ansehen, zu welchem Anlass und vom wem sie gemacht wurden“, bedauert Gerhard Schuster.

Angesprochen etwa auf einen farbenfrohen A-Klasse Pin aus Brasilien, weiß der Sammler jedoch sofort kundig über das Herstellungsverfahren zu berichten und etwa die Vorzüge von Epoxy Fischsilber-Beschichtung zu loben.

Mercedes-Benz Historie Classic Oldtimer Mercedes-Benz Museum

Mercedes-Benz Starsalesmen Guild (1971).

„Interne“ Pins sind
am gefragtesten.

Die „offiziellen“ Pins, die Mercedes-Benz herstellt, gibt es oft in zwei Ausführungen: eine größere Auflage, die in Kundencentern oder bei Messen verkauft wird. „Haben Sie Pins?“ war vor Jahren die meistgestellte Frage bei der IAA in Frankfurt. Parallel dazu wurden unternehmensintern leicht abgewandelte Exemplare in geringer Stückzahl verteilt – „als Anerkennung für verdiente Mitarbeiter“, erzählt Gerhard Schuster. Wie im Fall der brasilianischen A-Klasse Pins. Diese „internen“ Pins sind selbstverständlich seit jeher bei „externen“ Sammlern umso gefragter. Auch wenn sicher viele Raritäten unter den dargestellten Pins sind: Auf eine monetäre Bewertung verzichten die Datenbank-Macher bewusst.

Mercedes-Benz Historie Classic Oldtimer Mercedes-Benz Museum Strich-8

Strich-8-Serie vom Verein der Heckflossenfreunde (ab 2001).

A-Klasse Pins lösen das Jagdfieber aus.

Gerhard Schuster selbst ist 1993 über einen Kollegen zum Pin-Sammler geworden, als er in der Werkstoffprüfung im Werk Sindelfingen arbeitete. Ein Verbindungsmann zum damals in Planung befindlichen Werk Rastatt brachte ihm regelmäßig A-Klasse Pins mit.

Und bei Schuster brach schließlich das Jagdfieber aus. „Es ist ein Hobby, mit dem ich jeden Tag zu tun habe“, sagt der Ruheständler heute zufrieden.

Mercedes-Benz Historie Classic Oldtimer Mercedes-Benz Museum Unimog Gaggenau

Unimog 411 Pin (2002).

Kontakte in den USA und Afrika.

Inzwischen unterhält Schuster Kontakte zu Sammlern in den USA und Südafrika. Ohne diesen internationalen Austausch geht es nicht: „Wir bekommen nur ganz schwer Pins aus anderen Ländern wie China oder Brasilien“, erzählt er. „Oft fragt man direkt bei Werken im Ausland an.“ Durch das Internet sei es wesentlich einfacher geworden, sich zu vernetzen. „Ich kenne noch Zeiten, als man farbkopierte Listen per Post verschickt hat“, erinnert sich der Sammler. Der Reiz des Pin-Sammelns sei, dass man nie „fertig“ werde, weil nicht bekannt sei, wie viele Pins überhaupt existieren. „Es tauchen immer wieder Pins auf, die Sie noch nie gesehen haben.“ Auch wenn Außenstehende sein Hobby bisweilen belächeln – welchem engagierten Sammler ergeht es nicht so? – Gerhard Schuster sagt: „Für mich sind die Mercedes-Benz Pins wie kleine Zeitzeugen der Unternehmensgeschichte.“ Und höchst dekorative dazu – wie ein Blick in die Datenbank zeigt.

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