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Roter Teppich für
das Geburtstagskind.

60 Jahre SL: Der legendäre Sportwagen
feiert bei der Techno Classica sein Jubiläum.

Autor: Sascha Kircher

„Nummer 2“ wird lackiert.

"Nummer zwei lebt."

Rudolf Uhlenhaut wäre stolz auf diese Leistung. Unter der Leitung des legendären Ingenieurs entstanden 1952 in der Untertürkheimer Mercedes-Benz Rennwerkstatt die ersten SL-Sportwagen. Fast auf den Tag genau 60 Jahre später präsentiert Mercedes-Benz den ältesten noch existierenden SL: Der restaurierte 300 SL (W 194) mit der Fahrgestellnummer 2 erlebte seine europäische Messe-Premiere bei der Essener Techno Classica.
Voller Stolz berichtet Klaus Reichert, Leiter des federführenden Classic-Centers Fellbach, von der aufwendigen Restaurierung der Originalkarosserie. Eine besondere Herausforderung für seine Männer, so Reichert, sei die geringe Stärke des Aluminium-Magnesium-Blechs gewesen. Der Originalmotor wurde komplett überholt, das Interieur wiederhergestellt und die historische Lackierung originalgetreu nachempfunden – "ein Bravourstück".

Insgesamt neun Monate dauerte es, bis Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Classic, sagen durfte: "Nummer zwei lebt." Das Ergebnis der Projekts "Phönix aus der Asche" konnten die Besucher am Stand von Mercedes-Benz bei der weltweit größten Klassiker-Messe in Halle 1 bestaunen. 

SL-Kombination: Originalteile vom R 107, 300 SL, 190 SL und der „Pagode“.

Auch Lady Diana schätzte den SL
– zum Unmut ihrer Landsleute.

Ob restauriert, in Einzelteile zerlegt oder als Modellauto im Maßstab 1:43 am Stand des Mercedes-Benz Museums: Das "Geburtstagskind" SL beherrscht den Auftritt von Mercedes-Benz Classic auf 4.500 Quadratmetern in Halle 1. Im Mittelpunkt stehen dabei acht ganz besondere Vertreter der SL-Baureihe von der Nummer 2 bis zum neuen SL, einem Klassiker der Zukunft.
Mit von der Partie unter anderem: ein 500 SL der Baureihe
R 107 aus dem Jahr 1980 in Rallyeausführung, der nie zum Einsatz kam, ein SL 63 AMG (Baureihe R 230), der als Safety Car in der Formel 1 fuhr, und der 500 SL der Baureihe R 129 aus dem Jahr 1991, den unter anderem Lady Diana besaß. Als erstes Mitglied des britischen Königshauses fuhr sie privat ein ausländisches Auto – musste aber auf Druck der Öffentlichkeit nach drei Monaten auf ein heimisches Fabrikat umsteigen.

Frank Erbeck vom 190 SL-Club.

"SL steht für Qualität."

Die seit 60 Jahren ungebrochene Faszination des legendären Sportwagens wird durch die ausgestellten Exemplare direkt erlebbar. Großen Anteil daran haben die offiziell anerkannten Mercedes-Benz Markenclubs. So sind die 17 deutschen Clubs bei der 24. Auflage der Klassiker-Messe nahezu vollständig vertreten, eingebettet in den Gesamtauftritt von Mercedes-Benz Classic. Was macht für die Clubmitglieder den Reiz des Fahrzeugs aus? "SL steht für Qualität", sagt Frank Erbeck, zweiter Vorsitzender des 190 SL-Clubs, pragmatisch. "Die Wagen sind so begehrt, weil sie so zuverlässig sind und eine hohe Wertschöpfung über die Jahre erfahren." 

Wenn der Automobil-Enthusiast allerdings von Ausfahrten in seinem offenen roten 190 SL (Baujahr 1957) und der durchweg begeisterten Reaktion der Mitmenschen erzählt, kommen spürbar Emotionen ins Spiel.  

"Die Liebe zum Auto" treibt Jürgen Kotzlowski vom R/C 107 SL-Club an. Den 350 SL hält der Düsseldorfer für den "letzten Klassiker", schließlich sei es die Baureihe, die am längsten hergestellt wurde: von 1971 bis 1989. Ein Jahr nach Produktionseinstellung gründete sich der Club, der mit 3.300 Mitgliedern der größte Markenclub Deutschlands ist.


Roter Teppich für den SL: Die Hauptrolle spielen die begehrten Modelle aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic.

Es muss nicht immer SL sein – automobile Kostbarkeiten bei den Markenclubs.

Automobile
Faszination
mit allen Sinnen spüren.

Ob Klassiker oder Youngtimer, Geländewagen oder Unimog: Alle in Essen ausgestellten Fahrzeuge besitzen die Fähigkeit, die vielfältige Geschichte des Automobils, die mit der Marke Mercedes-Benz untrennbar verbunden ist, mit Leben zu füllen. Dafür sorgen neben den Markenclubs auch die langjährigen Partner von Mercedes-Benz Classic, an deren Ständen Schätze wie der 540 K Cabriolet B, Baujahr 1939 zu bewundern sind.


"Einer der legendärsten Klassiker überhaupt – Für Könige, Maharadschas, Industrielle und Filmstars", informiert ein Hinweisschild. Und: "Nur 190 Stück gebaut." Über all dem liegt ein unverwechselbarer Geruch von Gummi, Leder und poliertem Holz – automobile Faszination, die man mit allen Sinnen spüren kann. 

Ein Fall für die Schrottpresse: die Karosserie des SL-Nachbaus.

"Bei Nachbauten
verstehen wir keinen Spass."

Zurück zum 300 SL: 1952 kam der Sportwagen bei der Mille Miglia erstmals zum Einsatz – der Auftakt für ein äußerst erfolgreiches Rennsportjahr. 60 Jahre später soll sich dieser Erfolg wiederholen, Exemplare werden bei der Mille Miglia, aber auch in Goodwood vertreten sein. 

Für ein vermeintliches Mitglied der Sportwagen-Familie endete der Weg dagegen in der Schrottpresse: Vor einigen Monaten beschlagnahmte der Zoll einen in Deutschland gefertigten Nachbau des 300 SL, der ins Ausland exportiert werden sollte. Da die Karosserie des Sportwagens nach EU-Recht als Werk der angewandten Kunst gilt und noch mehrere Jahrzehnte Urheber- und Gebrauchsmusterschutz genießt, gab es nur eine Konsequenz: Die Karosserie des Wagens wurde vom Chassis getrennt und unter rechtlicher Aufsicht zerstört. "Bei Nachbauten verstehen wir keinen Spaß", unterstreicht Jürgen Wittman, Leiter Archiv und

Sammlung, den klar definierten Anspruch von Mercedes-Benz an die Originalität seiner Fahrzeuge. Dass der älteste existierende 300 SL 60 Jahre nach seiner sagenumwobenen Premiere noch mal zum Triumphzug ansetzt und sein falscher "Bruder" im Schrott landet: Diese Pointe hätte vermutlich auch dem für seinen unkonventionellen Humor bekannten Ingenieur Rudolf Uhlenhaut gefallen.


Unsere junge Mercedes-Benz Reporterin Torie besucht alte Autos – oder besser gesagt Autoklassiker auf der Techno Classica.

Film ansehen

MB-Reporterin Torie auf der Techno Classica

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