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Erste Automobilwettfahrt - Paris-Rouen, 22.07.1894. Emile Roger auf 3-PS Benz Vis-a-Vis. Roger erreicht den 14. Platz.

Vive l'automobile.

Vor 125 Jahren beginnt der internationale Vertrieb des Automobils.

Weltausstellung 1889 in Paris, Eingang der Industriehalle. Holzschnitt.

Weltausstellung 1889 in Paris.

Paris ist der „Nabel“
für Ingenieure.

Im Jahr 1889 schaut die Welt auf Paris und die dortige Weltausstellung. Zur – im doppelten Wortsinn – größten Attraktion gehört der neu errichtete Eiffelturm. Aber auch die Ausstellungshallen, die erstmals mit elektrischen Lampen erhellt werden. Sie gelten als Inbegriff des Fortschritts – und für den ideenreichen Ingenieur Gottlieb Daimler als idealer „Eye-Catcher“, um den Fokus der Welt auf die Errungenschaften deutscher Automobilkunst zu lenken. Rund 30 Glühbirnen betreibt er mit einem Daimler-Motor und erregt die erhoffte Aufmerksamkeit für seinen „vierrädrigen Stahlwagen“. Das neuartige, von Konstrukteur Maybach initiierte Daimler-Automobil wartet mit epochalen Innovationen auf. Unter anderem hat es einen Zweizylinder-V-Ottomotor und ein Zahnrad-Wechselgetriebe.

Anzeige von Emile Roger, Paris, 1888. Roger war der früheste Vertreter von Carl Benz in Frankreich.

Anzeige von Emile Roger, Paris, 1888. Roger war der früheste Vertreter von Carl Benz in Frankreich.

Frankreich gibt
den Startschuss.

Während die Menschen in Deutschland dem Automobil noch große Skepsis entgegenbringen, zeigen sich die Franzosen deutlich aufgeschlossener für technische Neuerungen. Letztlich ist es ihre Technikverliebtheit, die den Startschuss für das künftige Renommee deutscher Automobilhersteller gibt.

Bald wird Frankreich das erste Land, bei dem der Vertrieb in Schwung kommt. Die Grande Nation begründet damit den internationalen Siegeszug der Fahrzeuge eines kommenden Weltkonzerns – der damals allerdings noch Kinderschuhen steckt.

Werbeanzeige Benz & Co., Rheinische Gasmotoren-Fabrik, Mannheim (Baden): "Patent-Motor-Wagen 'Benz' patentirt in allen Staaten der Welt.", Motiv: Patent-Motorwagen Modell 3. Im Wagen: Direktor Brecht (vorn) und Carl Benz (am Steuer). Von diesem Modell wurden etwa 25 Wagen gebaut.

Werbeanzeige Benz & Co., Mannheim (Baden).

Erfolg mit „fremden Federn“.

Nicht nur Gottlieb Daimler steigert die Bekanntheit und startet den internationalen Vertrieb seiner Konstruktionen in Frankreich. Auch Carl Benz, der unabhängig von Daimler im Jahr 1886 ebenfalls das Automobil erfunden hatte, stieß in Frankreich auf hohes Interesse. Auch er wusste, dass sich die Weiterentwicklung von Motoren, Getriebe und Karosserien nur durch einen erfolgreichen Fahrzeugverkauf in möglichst vielen Ländern finanzieren lässt. In Emile Roger findet Benz dafür den richtigen Partner. Ab 1888 arbeitet er intensiv mit dem französischen Konstrukteur zusammen. Bis zur Jahrhundertwende liefert Benz sogar rund ein Drittel der gesamten Produktion von gut 2.300 Automobilen nach Frankreich.

Allerdings ist die Liaison zwischen Carl Benz und Emile Roger nicht unproblematisch.

Hier versucht ein Roger-Benz-Phaeton beim Rennen Paris–Bordeaux–Paris vom 11.–14. Juni 1895 die Spitze zu halten, kommt später aber nur auf Platz acht ins Ziel.

Hier kommt ein Roger-Benz-Phaeton beim Rennen Paris–Bordeaux–Paris 1895 auf Platz acht ins Ziel.

Autorennen als
Werbeplattform.

Emile Roger schmückt sich mit fremden Federn, als er die damals aus Mannheim gelieferten Fahrzeugteile in einem eigenen Chassis zusammensetzt und sie als „Roger-Motorwagen“ auf den Markt bringt. 1894 fährt er bei einem Rennen für „Wagen ohne Pferde“ auf den fünften Platz – ohne den Namen Benz zu erwähnen.

Benz schickt daraufhin ihm vertraute Rennfahrer, die den Ruhm seiner Automobile künftig mitbegründen. Auch Daimler, der die ersten Rennen der Automobilgeschichte in Frankreich ebenfalls als ideal für die „Werbung“ betrachtet, ist mit seinen Motoren vertreten.

Der Benz Patent-Motorwagen Modell 3 hat eine vis-à-vis-Sitzbank und ursprünglich auch ein Leder-Faltverdeck sowie Holzspeichenräder.

Der Benz Patent-Motorwagen Modell 3 hat eine vis-à-vis-Sitzbank und ursprünglich auch ein Leder-Faltverdeck sowie Holzspeichenräder.

Unterstützung der Frau
mit „Benzin im Blut“.

Emile Levassor, der in Frankreich den Beinamen „Vater des Automobils“ trägt, ist nicht nur für den Vertrieb der Fahrzeuge in Frankreich zuständig, er ist auch der Ehemann von Daimlers langjähriger Geschäftspartnerin und Freundin Louise Sarazin, die als Frau mit „Benzin im Blut“ federführend für die erfolgreiche Markteinführung und die Serienfertigung von Daimler-Motoren verantwortlich ist. Bereits seit einigen Jahren hält Louise Sarazin die Lizenzrechte an Daimler-Motoren und arbeitet auch nach dem Tod ihres Mannes erfolgreich an neuen Vertriebsmöglichkeiten. Das große Interesse und die hohe Nachfrage motivieren Sarazin das Geschäftsfeld auszuweiten. Sie sorgt dafür, dass in Frankreich bald mehr Automobile mit „Moteurs système Daimler“ fahren als im Mutterland des Automobils. Bis heute gilt ihr Engagement als Initialzündung, damit vor 125 Jahren deutsche Ingenieurleistungen so richtig ins Rollen kommen.

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