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Die Allgäu-Orient-Rallye 2013 ist eine Reise durch Wüsten und Einsamkeit.

ZUM BOSPORUS UND WEITER.

Wir treffen das Öcher-Safari-Team, das bei der abenteuerlichen Allgäu-Orient-Rallye nach Jordanien fährt.

Die Allgäu-Orient-Rallye ist nichts für ängstliche Naturen.

Ein Dreigespann von bemalten Autos zieht von Deutschland nach Jordanien.

Ich habe kaum 60 cm lichte Höhe, um mich durch den Kofferraum zu quetschen und meinen Kopf zwischen die Vordersitze des „Orient" genannten Autos des Öcher-Safari-Teams zu stecken, ein Mercedes-Benz der Modellreihe 124 aus dem Jahre 1988. „Heidi“ (1988, Mercedes-Benz 230 TE) übernimmt die Führung und „Oskar" (1989, Mercedes-Benz 200 T)

bildet passenderweise das Schlusslicht dieses Dreigespanns von speziell bemalten Autos in der gleichnamigen Allgäu-Orient-Rallye , die von Deutschland nach Jordanien führt. Der Kofferraum schlägt hinter mir zu, der Schlüssel wird ins Zündschloss gesteckt und ich nehme vorübergehend für einen Tag am Rennen teil.

Max Holodynski und Jens Lotte fahren einen Mercedes-Benz der Baureihe 124 aus dem Jahre 1988 für das Öcher-Safari-Team.

8000 km Fahrt gen Osten.

Die 111 teilnehmenden Teams (3 Autos pro Team) haben Oberstaufen am 27. April verlassen, alle auf verschiedenen Strecken, um sich auf halbem Weg hier in Istanbul zu versammeln, wo der Orient das Abendland über die glitzernde Meeresenge des Bosporus hinweg in die Arme schließt. Obwohl die Kulisse sicherlich romantisch ist, ist die Reise nichts für ängstliche Naturen, die Luxus, weiche Bettwäsche und Zimmerservice suchen. Am Vorabend mit türkischen Grillspezialitäten und Geschichtenerzählen im Schatten der goldenen Minaretts der Sultan Ahmet Moschee, die in den errötenden Pastell-rosa Sonnenuntergang ragen, erinnert sich der 27-jährige Max Holodynski: „Zuerst dachten wir, es wäre nett, auf Mallorca zu sein. Aber dann haben wir uns gesagt: das ist langweilig!”

Sein Teamgefährte Jens Lotte drapiert seine Figur mit sichtlichem Behagen und entspannungsbedürftig träge über einen Gartenstuhl. Er schaltet sich mit einem breiten Grinsen ein: „Ach jaaah, aber DAS jetzt, das ist totales Abenteuer!”

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Sand, Sonne, Sterne.

Die Allgäu-Orient-Rallye führt ihre Teilnehmer durch viele Länder.

Ein Geschenk durch dick und dünn.

Für Öcher-Safari führte die Route bislang durch Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien und war von einer ganzen Reihe von Hindernissen gesäumt - Straßensperren, Kehrtwendungen, ein Beinahe-Sturz in einen nächtlichen Fluss und Straßenraub durch „hilfreiche Einheimische". 

Das Team erläutert auch, dass alle Wettbewerber bestimmte Aufgaben auf ihrer Reise erfüllen müssen. Eine der Aufgaben von stärkerer kultureller Natur ist die Anforderung, einen kleinen Baumsetzling aus dem Heimatland mitzuführen, der auf anatolischem Boden gepflanzt werden soll.

Die Fahrt durch Istanbul ist Action pur.

Navigation durch das Chaos.

Um diese symbolische Aufgabe zu erfüllen, begleitet vom Schmettern der Hupen, jubelnden Zuschauern und einer seltsamen Mischung aus türkischer und bayerischer Musik, tritt Fahrerin Jenny Mehring beherzt die Kupplung durch, reißt das Steuer herum und katapultiert uns vom Hügel der Sultan Ahmet Plaza in das Herz Istanbuls während Navigator Max mit Hilfe

einer Landkarte für Touristen sein Bestes gibt. Zwischen zerwühlten Decken, Kissen, Taschen und Reiseutensilien liege ich in ihrem Schlafquartier auf dem Bauch, meine Kamera schussbereit auf die Windschutzscheibe gerichtet, um möglichst viel von der Action einzufangen.

Die Sultan Ahmed Moschee glitzert in der Sonne.

„Wir haben es nach Asien geschafft!”

Nach einer Fahrt mit der Fähre über den Bosporus, einer Million Umleitungen, unebenen Straßen und einem freundlichen Polizei-Reiseführer taucht das Ziel der Pflanzstätte endlich vor der mit Dreck und Insekten übersäten Windschutzscheibe auf. Öcher-Safaris Lorbeerbaum ist endlich am Ziel seiner Reise angekommen, um hier in seiner neuen Heimat mit Blick auf

die asiatische Seite Istanbuls gepflanzt zu werden. Die bayerischen grünen Blätter haben einen dunkleren Glanz und heben sich von den sonnenverwöhnten Olivtönen des Hangs über der dicht gedrängten Stadt ab; ein physisches Symbol der Annäherung des Ostens an den Westen. 

Ein Treffen mit Beduinen in Wadi Rum.

Ins Ungewisse.

Ich verlasse den Lorbeerbaum und das Team und wünsche ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg durch die Türkei, Israel und Jordanien. Keiner weiß, was ihn erwartet. Die Reise wird zunehmend exotischer. Wie könnten sie auch wissen, dass sie hoch in den Bergen Schneeballschlachten genießen, im nächtlichen Schwarzen Meer baden, wilde Orangen entlang ihrer Route pflücken und eine Nacht in einem türkischen Schloss verbringen würden? Oder dass sie im türkischen Fernsehen berühmt werden, in einer verborgenen Schlucht Tee trinken und ein Kamelrennen besuchen würden? Aber das wäre eine Geschichte, die zu leicht zu erzählen wäre! Ernest Hemingway, der selbst auch viel reiste, glaubte „die Welt zerbricht jeden, und nachher sind viele an den gebrochenen Stellen stärker”.

Insofern würde auch für Öcher-Safari nicht alles angenehm werden. Das Umland von Kars wird den Schleuderunfall von „Orient” erleben, wenn auch ohne Schaden. Und „Rallye” wird in Erzurum still in Frieden ruhen, außerstande die anstrengende Reise fortzusetzen. Dennoch, sie werden weitermachen und Passprobleme, strömenden Regen, Militäreskorten und Sanddünen überwinden.

Jabal Rum, ein Touristenlager in der jordanischen Wüste.

Risiken und Möglichkeiten.

Viele Tage später treffen wir Öcher-Safari wieder, um sie an der Ziellinie zu begrüßen. Die Rallye endet in Jabal Rum, einem Beduinenlager in der jordanischen Wüste, wo unwirkliche Steinformationen aus einem endlosen Sandmeer in den Himmel ragen. Gerüchten nach soll der Preis – ein Kamel, ein echtes lebendiges Kamel! – in Amman überreicht werden. 

Allerdings, da das Kamel auf Grund internationaler Exportregeln Jordanien nicht verlassen darf, geht es bei der Allgäu-Orient-Rallye letztendlich nicht um Materielles. Vielmehr steht sie für die Reise selbst und erinnert an das goldene Zeitalter des Reisens, als Risiken und Ungewissheiten gegen Möglichkeiten abgewogen wurden.

Der wahre Abenteurer feiert die Kleinigkeiten der Reise – die Steine und den Sand - und nicht das Ziel alleine.

Man sollte sich vor Augen halten, dass diese Teams keine Elitefahrer der Formel Eins sind, noch sind sie Weltenbummler mit Koffern von Louis Vuitton. „Wir sind einfach Ingenieure und Betriebswirte aus Aachen” sagt Max verlegen. Aber ich würde nachfragen: Sind sie nicht wahre Wandergesellen, über internationale Grenzen verbunden mit einer Vorliebe für das

Sand und Stein.

Unbekannte? Zugegeben, leicht angeraut von drei Wochen, in denen sie im Auto geschlafen haben, gegessen haben, was immer sie finden konnten, und Banditen begegnet sind. Aber getreu Hemingways Worten hat Öcher-Safari mit ermutigtem Geist überlebt und behauptet: „Wir vermissen die Steine und den Sand zwischen all den Steinen und dem Sand.” So kryptisch Max auch klingen mag, sein Ton trifft meine eigene Sehnsucht nach Abenteuer. Alle Wandergesellen erkennen an, dass Reisen eine Kunst ist, und um die fantastischen Geschichten von zufälligen Begegnungen und endlosen Horizonten erzählen zu können, muss man die Kleinigkeiten der Reise feiern – die Steine und den Sand – und nicht nur das Ziel alleine. Wie die Allgäu-Orient Wandergesellen gut wissen, birgt der Raum zwischen Reisendem und Horizont endlose Möglichkeiten. Wagen Sie es zu erkunden?

Die Allgäu-Orient-Rallye: Eine Sammlung der schönsten Momente der abenteuerlichen Reise.


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