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Einrad-Abenteuer.

Der Einradprofi Kris Holm testet die Grenzen seines Sports aus.

Autor: Gabriel Tamez

Einrad-Abenteuer.

Seit Erfindung des Fahrrads im 19. Jahrhundert ist die Wahl des richtigen fahrbaren Untersatzes zur wahren Wissenschaft avanciert: Der ambitionierte Radfahrer wählt zwischen Trekkingrädern, City-Bikes, stabilen Transporthelfern, Rennrädern, BMX-Modellen oder unzähligen anderen Radvarianten. Doch wer die Geschichte des Rads genauer verfolgt, stolpert bei der Recherche über ein spannendes Phänomen: Im späten 19. Jahrhundert gewann das klassische Hochrad, damals schlicht Zweirad genannt, in der westlichen Welt immer mehr an Popularität. Bei diesem für unsere Augen ungewöhnlichen Modell saß der Radfahrer hoch zu Ross, d. h. fast unmittelbar über der Achse des relativ großen Vorderrads. 

Und einigen Fahrern fiel dabei auf, dass sie das kleine Hinterrad und den restlichen Rahmen eigentlich gar nicht benötigten - allein mit Vorderrad und Lenker kamen sie schon gut voran. Diese modifizierte Hochradvariante wird von Experten als Vorläufer und Vorreiter des modernen Einrads gehandelt.

Balance und Beweglichkeit
auf steinigen Abhängen.

Zunächst blieb das Einrad vor allem Zirkusprofis und einigen privaten Fans vorbehalten, während das klassische Fahrrad seinen weltweiten Siegeszug antrat und schon bald zum beliebten Fortbewegungsmittel und Volkssport aufstieg. Doch diese Entwicklung nahm kürzlich eine überraschende Wendung. Einrad fahren im Gelände, oder „Berg-Einrad-fahren“, verzeichnet rasante Zuwachszahlen und erfordert ein spezielles Raddesign. Entsprechende Modelle setzen auf einen größeren Raddurchmesser von etwa 60 cm, um das Rad in jedem für Mountain-Bikes geeigneten Gelände manövrierfähig zu halten. Auch der Sattel fällt - angesichts des unebenen Untergrunds - etwas dicker und bequemer aus.

Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, trainieren Berg-Einrad-Fahrer Balance, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit auf steinigen Abhängen, Geröll, Schnee und Eis, aber auch auf Brücken und Felswände.

Einfache Physik.

Prinzipiell sind Einräder relativ simpel konstruiert und aus wenigen Elementen zusammengesetzt. Man braucht: einen Sattel, eine Sattelstange, einen Rahmen, Pedale und Kurbeln sowie das eigentliche Rad mit Reifen, Schlauch, Felge, Speichen, Radnabe und Achse. Deutlich weniger einfach ist das eigentliche Fahren - bis man den Dreh schließlich heraus hat, wie Kris im Video anschaulich beweist. Theoretisch meldet das Unterbewusstsein dem Einrad-Fahrer jederzeit, dass der Körper leicht aus dem Gleichgewicht ist, denn das Einrad selbst kann im stationären Zustand keine Stabilität bieten. Der Fahrer selbst muss die nötige Balance, Kraft und Agilität ins Spiel bringen, um das Rad genau unter dem Körperschwerpunkt zu halten und das Fahrer-Rad-System so in ein aufrechtes Gleichgewicht zu bringen. Und das ist noch nicht alles, denn die nächste Herausforderung lässt nicht auf sich warten.

Schließlich will man mit dem Rad - durch die Kraft der Pedale - auch richtig fahren. Doch jede Bewegung zerstört sofort das mühsam erreichte Gleichgewicht - und das Rad „fällt” freiwillig in die gewünschte Richtung. Ein geübter Fahrer steuert unmittelbar mit dem Körper gegen, um die Balance zu korrigieren, während er gleichzeitig vorwärts oder rückwärts beschleunigt.

Stunts mit Showcharakter.

Einradfahrer wie Kris Holm haben diese Grundlagen natürlich schon längst gemeistert und testen ihr Können lieber unter freiem Himmel, wo sie durch die Natur rollen und rutschen oder über Wurzeln, Steine oder Abhänge springen. Dabei wird gern kräftig in die Trickkiste gegriffen: Profis wagen sich an einzigartige Stunts wie 360-Grad-Drehungen in der Luft, freien Fall in zwei Meter Tiefe, Sprünge über 60cm-Hürden, Treppauf- und Treppab-Manöver oder auch ungebremste Schussfahrten an steilen Abhängen. In einigen Situationen ist man als Einrad-Fahrer sogar klar im Vorteil:

Anders als Zweiräder passen Einräder durch engere Spalten und können sich ohne großen Wendekreis auf der eigenen Achse drehen.

Kris Holm reizt die Grenzen des Einradfahrens aus.

Film ansehen

Balance und Kontrolle

Auf dem Einrad
durch China und Bolivien.

Unser Einrad-Protagonist, der waghalsige Draufgänger und Abenteurer  Kris Holm , hat keine Angst, die Grenzen seines Sports gnadenlos auszureizen. Als einer der Pioniere dieser neuen Disziplin hat Kris schon technisch schwieriges Terrain in 15 Ländern bezwungen, einschließlich der Chinesischen Mauer oder Handelsrouten im Himalaya-Königreich Bhutan. 2006 bestieg Kris den 5950 Meter hohen bolivianischen Vulkan Licancabur, um den Kegel dann mit seinem Einrad wieder herunterzurasen. Mit derart abenteuerlichen Stunts war Holm einer der Ersten, die diesen neuen Sport einem größeren Publikum bekannt gemacht haben.

Vom Anfänger zum Profi.

Interesse geweckt? Wer sich jetzt selbst aufs Einrad schwingen möchte, findet geländegängige Varianten in spezialisierten Fahrradläden oder online bei Vertriebsplattformen wie unicycle.com .
Dort erhalten Sie nicht nur fertig montierte Einräder, sondern auch Spezialrahmen, Schutzkleidung und Zubehör. Laut Experten sollte man bei der Wahl eines Berg-Einrads neben Design und Verarbeitungsqualität vor allem auf Stabilität achten. Und wenn Sie ihr Lieblingsmodell gefunden haben, sollten sie nicht gleich versuchen, einen Abhang hinunter zu fahren. Trainieren sie zuerst ihren Gleichgewichtssinn und arbeiten Sie sich dann zielstrebig an Kris Holms Draufgänger-Status heran.

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