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Entspannung in Pokhara.

Gastbeitrag des Street-Artists Freddy Sam:
Mit dem Colour Project nach Nepal.

Künstler und Kunstaktivist Ricky Lee Gordon (alias Freddy Sam) und die Autorin Megan King ziehen vier Monate lang durch fremde Länder, um gemeinsam mit den Menschen vor Ort das öffentliche Stadtbild zu verschönern. Erster Halt: Nepal!

Text/Bilder: Ricky Lee Gordon / Megan King
Ricky und Megan mit einem tibetanischen Mönch.

Die wundersame Welt der Farben.

Wir sind einmal um die halbe Welt geflogen, um herauszufinden, wie sehr unsere Umgebung uns Menschen beeinflusst – und ob sie, vor allem in der Schule, nachhaltige Auswirkungen hat. Bei unserem aktuellen Abenteuer dreht sich alles um die wundersame Welt der Farben: Wir suchen nach inspirierenden Orten und schauen, welchen Einfluss sie auf die Menschen vor Ort haben. Denn mittlerweile mehren sich Studien, dass das gängige Schulkonzept dringend überholt werden müsste. Uns interessiert dabei vor allem, welche Auswirkungen das direkte Umfeld auf die Motivation, Inspiration und Kreativität der Schüler hat.

Mit The Colour Project möchten wir all die unterschiedlichen Eindrücke und Erkenntnisse unserer Reise filmisch und schriftlich einfangen. Wir freuen uns auf viel spannendes Neuland und die wunderschöne Welt der Farben!

Nach unserer Rückkehr beginnt die zweite Phase, wenn wir zusammen mit Schülern der Ikamva-Youth-Schule ein bisschen Farbe ins Spiel bringen und mitten auf dem Land eine ganze südafrikanische Mittelschule bemalen werden.

Geweihter Mann in traditioneller Kleidung.

Chaos und Gelassenheit.

Als Künstler bin ich (Freddy Sam) für ein Großteil der „malerischen“ Aspekte zuständig, während Megan – meine große Liebe, beste Freundin und ebenfalls engagierte Kunstaktivistin – das Ganze schriftlich festhält und die Farben, Kulturen und Geschmäcker unseres neuen, noch unvertrauten Lebens auf sich wirken lässt. Ich übergebe an Megan:

Wer das Katmandu-Tal betritt, sollte sich zunächst einmal von allen gängigen Vorstellungen von Privatsphäre oder Hygiene verabschieden. Außerdem sollte man seine Sinne praktischerweise an eine ausgesprochen ungewohnte Mischung wilder Gerüche und gnadenlosen Gehupes gewöhnen, die zartbesaitete Seelen sonst leicht verschrecken könnten. Wenn sich Kopf und Körper langsam an die neue Umgebung gewöhnt haben, kann man sich irgendwann einfach in dieser Flutwelle aus Chaos und Gelassenheit treiben lassen.

Eindrücke aus dem Katmandu-Tal.

Ein Mann verkauft Früchte von seinem Fahrrad.

Leuchtende Farben und detailverliebte Verzierungen.

Das Katmandu-Tal: eine glorreiche Melange aus zeitloser Architektur und modernem Anspruch. Wie wackelige Hängebrücken durchziehen unzählige Stromkabel, die scheinbar alle von einem einzigen Punkt ausgehen, die Luft über unseren Köpfen. Es ist eine Stadt der streunenden Tiere und ein Land der Bescheidenen. Und, natürlich, das Reich der Stadtbusse, die als „Held der Straße” oder „König der Geschwindigkeitsbegrenzung“ ihre leuchtenden Farben, gemalten Gottheiten und detailverliebten Verzierungen stolz zur Schau tragen und auch perfekt zu Ken Keseys experimentellen Merry Pranksters gepasst hätten. Andererseits gibt es hier keine Ampeln, Verkehrsschilder oder Markierungen – die meisten Straßen kommen ganz ohne Spuren aus und werden allein von der Hupe regiert. Wir haben es jedenfalls überlebt!

Der zentrale Platz in Katmandu.

Zum Start unserer Reise haben wir erst einmal einen entspannten Tag in Bhaktapur genossen, auch bekannt als „Stadt der Ergebenen“. Als einer der schönsten Orte im Tal schenkt Bhaktapur Besuchern authentische Einblicke in die nepalesische Kultur. Wir lassen uns die Stadt von zwei 12-Jährigen zeigen, die uns auf alle wichtigen Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen. „Dort drüben“, so einer der Jungen, „sitzt eine Katze.“ „Und dort ein Hund. Ein nepalesischer Hund“, ergänzt er wissend mit Blick auf eines der herrenlosen Tiere. In Sachen Architektur erklären sie uns, dass der fünfstöckige Tempel seinen Namen eben diesen fünf Stockwerken verdankt. Ganze Gruppen von Männern und Frauen versammeln sich um die größeren Tempel herum, um Kerzen anzuzünden, die Stirn mit einem Glücksmal zu versehen und den ganzen Nachmittag lang miteinander zu reden.

In seinem orangefarbenen Gewand sticht der Priester leuchtend aus der Menge hervor; sein Bart ist grau und dicht. Auf der Straße wimmelt das Leben: Am frühen Abend mischt sich die Szenerie zu einem wahren, wirren Karneval aus vorsichtig balanciertem Bambus und dem Licht hunderter Kerzen für Shiva.

Freddy Sams Farben auf den Straßen von Katmandu.

Wimmelndes Leben auf der Straße.

Frauen waschen ihr Haar in Höfen. Auf der Straße brutzeln Händler auf ihren Öfen so ziemlich alles zurecht, von Popcorn und ganzen Hähnchen bis zu frittiertem Brot und scharfen Süßigkeiten. Nicht weit vom Stadtplatz entfernt bietet eine winzige, mit kleinen Läden und Restaurants gespickte Straße namens „Freak Street“ Einblick in die Szene der Stadt. Hier treffen sich die coolen Kids von Katmandu in Wasserpfeifenbars, Haare stachelig aufgestellt, aber auch westliche Hippies, die es sich mit glänzend-glasigen Augen draußen auf ein paar Kissen bequem gemacht haben. Als wir uns daneben niederlassen, wiederholt ein Einheimischer den folgenden Satz so lange, bis er sich vor Lachen kaum noch halten kann: „You can check out any time, but you can never leave!”

Leuchtende Kleidung und leuchtende Wände.

Nach Pokhara.

Mittlerweile sehnen wir uns schon ein bisschen nach den berühmten Himalaya-Gipfeln und den gewaltigen Naturschönheiten des Landes, also checken wir aus – und verlassen Katmandu tatsächlich. Das direkt am See gelegene Pokhara bietet sich als nächstes Refugium an. Auf den letzten zehn Kilometern unserer neunstündigen Busreise können wir es kaum noch erwarten, doch unsere Fahrt in das Land von Milch und Honig wird leider überraschend unterbrochen, da die Straße im Rahmen eines spontanen Streiks von Einheimischen mit einem Traktor und Steinen versperrt worden war. Wir schnappen uns also unser Gepäck und wandern zu Fuß weiter. Nach einer Kanufahrt über den See können wir all die Postkartenmotive glitzernder Gipfel langsam mit unserer Umgebung in Einklang bringen. Links warten saftige Monsunwälder, rechts die mystischen, schneebedeckten Spitzen des Annapurna-Himalaya-Gebirges. 

Und wir schweben mittendrin, endlich mit einer fass- bzw. sichtbaren Orientierungshilfe ausgestattet. Abends, als es langsam wieder kühl genug für ein entspanntes Draußensitzen ist, beleuchten Glühwürmchen die Wege, und Tage ebenso glühender Hitze werden durch angenehme Monsunnächte abgelöst.

Geschäft in einem kleinen Raum in der Hauswand.

Gastfreundschaft und Freundlichkeit.

Trotz der hohen Temperaturen entscheiden wir uns für eine Runde Gleitschirmfliegen am Sarangkot, obwohl uns eine drohende Übelkeit bis in die Lüfte folgt. Von hier oben kann man sogar die Wasserbüffel erkennen, die sich wohlig im See suhlen. 

Besonders beeindruckt haben mich allerdings bisher vor allem die Nepalesen – sie sind freundlich, neugierig und teilen ihre Kultur gern mit anderen. Ihre Gastfreundschaft und Freundlichkeit ist wirklich entwaffnend: Ob im schäbigen Gästehaus oder wenn wir einmal den Pool einer schickeren Bleibe nutzen wollten – wir wurden immer wie Ehrengäste behandelt.  

Fortsetzung folgt: Wir kehren nach Katmandu zurück, um mit einem Mönch über die Rolle von Farben und das buddhistische Umfeld zu sprechen, interviewen einen Künstler zur Nutzung natürlicher Pigmente und unterhalten uns schließlich noch mit den Fahrern am Busdepot darüber, warum sie ihre Fahrzeuge so aufwendig verzieren.

Ricky malt gemeinsam mit Kindern an seiner Wand.

Weiter geht es mit einem dreitägigen Teehausausflug, bevor wir uns Istanbul, New York, Philadelphia, Baltimore und andere, spannende Städte vornehmen. Wir freuen uns sehr, Sie dabei zu haben; folgen Sie uns auch auf der mb! Facebook-Seite.

Informationen zum Projekt und zu den beteiligten Künstlern: 

THE COLOUR PROJECT: www.thecolourproject.tumblr.com

Freddy Sam:
  www.freddysam.com

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