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Kitesurf-Meisterin und Weltenbummlerin Anne Valvatne über zehn Jahre Extremsport im Wasser und jenseits der Wellen.

Nordwind.

Kitesurf-Meisterin und Weltenbummlerin Anne Valvatne über
zehn Jahre Extremsport im Wasser und jenseits der Wellen.

Text: Gabriel Tamez / Fotos: Ansgar Moek
„Nach einem schlechten Tag bin ich schon mal gestresst, aber sobald ich ins Wasser gleite, ist alles vergessen.“

Berauschende Kräfte.

„Nach einem schlechten Tag bin ich schon mal gestresst, aber sobald ich ins Wasser gleite, ist alles vergessen.“ Klingt großartig, aber wir reden hier nicht von seicht-entspannter Wellnesstherapie, sondern sprechen mit Anne Valvatne, die als professionelle Kitesurferin 2010 und 2012 bereits den

Kitesurf-Trophy gewonnen hat. Eigentlich stammt die Norwegerin aus einem kleinen idyllischen Dorf mit plätscherndem Bächlein, doch die schiere, berauschende Kraft des Kiteboardens hat sie gleich beim ersten Mal in den Bann gezogen.

Im Sommer ist sie pausenlos draußen aktiv, im Winter werden Rücken- und Rumpfmuskulatur sowie Knie und Sprunggelenke mit intensiven Boulder-Sessions gestärkt.
Dickes Neopren im Winter und einen Bikini für Brasilien!

Allerdings waren die ersten beiden Jahre nach eigener Aussage eine harte Schule, gefüllt mit endlosen Trainingsstunden. Noch zehn Jahre später setzt Anne auf ein gnadenlos diszipliniertes Trainingsregime: Im Sommer ist sie pausenlos draußen aktiv, im Winter werden Rücken- und Rumpfmuskulatur sowie Knie und Sprunggelenke mit intensiven Boulder-Sessions gestärkt.

Neben der offensichtlichen Ausrüstung – Board und Kite – braucht man noch ein spezielles Gurtgeschirr, das Sportler und Kite miteinander verbindet, und eine Stange zum Steuern. Nicht zu vergessen: „Dickes Neopren im Winter und einen Bikini für Brasilien!“ Mit diesen Dingen und den richtigen Bedingungen kommt man schnell hoch hinaus – oft mehrere Meter über die Wellen.

Das Filmteam auf den Lofoten.

„Nordwind“.

Kürzlich verstaute sie ihre Ausrüstung im Mercedes-Benz GLA 200 CDI 4MATIC, um an den rauen Küsten im Norden ihrer Heimat neue Herausforderungen auszuloten. Ein Filmteam war hautnah dabei, um die akrobatischen Manöver der Kitesurferin

für den Film „Nordwind“ einzufangen – das Ergebnis ist hier zu sehen. Im Interview gibt Anne Einblick in ihr Leben, ihre ultimative Leidenschaft und die fantastische Freiheit, die sie auf dem Board erlebt.

Trotz vieler Risiken beim Kiteboarden ist Sicherheit für Anne Valvatne sehr wichtig.

Die perfekte Welle.

Was würde ein Kiteboarder als perfekt bezeichnen?
Eine perfekte Lagune mit glattem Wasser und gleichmäßigem Wind – davon träumt jeder Kiteboarder. Andererseits werden perfekte Konditionen, und immer gleiche Tricks, natürlich irgendwann langweilig. Dann sucht man nach neuen Herausforderungen wie z.B. Wellen-Kiteboarding, wo man – genau wie Surfer – erst einmal die Wellenlage checkt, bevor es ins Wasser geht.

Wo kann man am besten Kiteboarden?
In Deutschland gibt es ein paar der besten Stellen. Aber am allerliebsten bin ich immer noch im Nordosten Brasiliens, z.B. in Ceará, wo ich zehn Monate lang täglich nur geübt und trainiert habe.

Anne Valvatne in ihrem Element beim Dreh auf den Lofoten.

No risk, no fun.

Mit welchen typischen Gefahren oder Verletzungen muss man rechnen?
Unter den Profis, kommt es zu vielen Knie- und Knöchelverletzungen, da diese Gelenke beim Landen besonders beansprucht werden. Ich habe mir bei Stürzen schon Bänder gerissen; das passiert Kitesurfern recht häufig. Um das zu vermeiden, kann man nur viel laufen und ständig trainieren.

Wie schnell wird man beim Kiteboarden?
Das hängt ganz davon ab, für welches Disziplin man sich entscheidet. Race-boarder erreichen locker 90 bis 100 km/h. Ihre Boards ähneln klassischen Windsurfbrettern und sind mit ihren zwei bis drei großen Finnen auf Geschwindigkeit getrimmt. Mit denen willst du lieber nicht zusammenstoßen! Freestyle funktioniert ganz anders – Sprünge, Tricks, Freistil-Moves – und hat nichts mit Tempo zu tun.

Die gebürtige Österreicherin ist in Norwegen aufgewachsen.
Alles andere verstummt.

Wie fühlt sich Kitesurfen eigentlich an?
Wenn man lange hart trainiert und endlich diesen einen Trick hinbekommt, dann ist das ein unglaubliches Glücksgefühl. Man schreit einfach los und alle denken, du wärst verrückt! Aber es ist auch ein wahnsinniges Gefühl der Freiheit, wenn man auf dem Wasser und Teil der Natur ist. Alles andere verstummt.

Ist Kiteboarden ein eher einsamer Sport, oder gibt es auch eine Art Gemeinschaft und Gruppendynamik?
Absolut! Wenn man mit Freunden unterwegs ist, dann bekommt man ihre Erfolge direkt mit und freut sich später auf ein gemeinsames Lagerfeuer mit Grillen und einem Glas Wein. Oder einer Flasche. Das gehört alles mit dazu.

„Nur zum Spaß“ nahm sie 2010 an der Deutschen Kitesurfmeisterschaft teil und gewann auf Anhieb.

Vom Amateur zum Profi.

Was war deine bisher prägendste Reise für ein ultimatives Surferlebnis?
Mein erster Brasilien-Trip war ein ziemlich einschneidendes Erlebnis. Ich bin relativ unvorbereitet und ohne große Erwartungen aufgebrochen, aber habe vor Ort große Sprünge gemacht und mich vom Anfänger zu einer der besten Kitesurferinnen Deutschlands hochgearbeitet.

Und wie war dein Norwegenabenteuer, das wir hier filmisch eingefangen haben?
Das war etwas völlig anderes. Ich meine, ich war auch vorher schon in Norwegen Kitesurfen, aber noch nie so weit im Norden! Und das mitten im Winter an einem Ort, den ich gar nicht kannte… ehrlich gesagt war ich etwas nervös. Aber andere hatten von den guten Surfbedingungen und tollen Orten erzählt, also habe ich mich total darauf gefreut!

Die aktive Frohnatur wird erst beim Kiteboarden ruhig.

Rastlos.

Wie sieht das Leben eines Kiteboarders außerhalb der Wellen aus?
Im Winter dreht sich bei mir alles ums Snowboard. Und mein Freund wohnt in Paris. Dazu kommt ein Vollzeitjob, so viel Training wie möglich und andauernde Reisen. Ich kann einfach nicht stillsitzen. Wenn ich mein Leben in einem Wort auf den Punkt bringen sollte, würde ich sagen: aktiv!

Dann vielen Dank, dass du so lange für uns stillgehalten hast, Anne!


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