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Auf seinem dritten Album "Lost" wird Andres Trentemøller von der Sängerin Marie Fiskers unterstützt.

Trentemøllers vielstimmiger Einklang.

Für sein drittes Album "Lost" setzt Trentemøller auf Kollaborationen mit seinen Lieblingssängern.

Text: Katherine Koniecki / Fotos: Kai Müller
Der ersten Single Auskopplung "Candy Tongue" des Albums leiht Marie Sängerin Fiskers ihre Stimme.

Vielschichtige Verästelung.

Anders Trentemøller besitzt das unnachahmliche Talent, Tracks mehrere Leben einzuhauchen. Für sein aktuelles Album „Lost“ verpflichtete der Produzent eine ganze Reihe unterschiedlicher Sänger, die jeweils eigene stilistische Pfade verfolgen. Doch diese vielschichtigen Verästelungen bringt Trentemøller mit souveräner Produktion wieder auf einen gemeinsamen Nenner: Unter seiner geschickten Hand verschmelzen Gesang, Elektronik und Instrumente zu einer changierenden Konstellation eingängiger Harmonien. Live „übersetzt“ Trentemøller diesen kollektiven Ansatz per Band in ein stimmiges Gesamtkunstwerk, getragen von Marie Fiskers wunderschöner Stimme.

Denn Anders‘ langjährige Mitstreiterin und Freundin sorgt dafür, dass jeder Track auch auf der Bühne Trentemøllers hauseigenen, schillernden Spirit widerspiegelt. Wir wollten mehr erfahren – und trafen Anders Trentemøller und Marie Fisker an einem nasskalten Novemberabend vor ihrem Auftritt im Berliner Astra-Club.

Anders Trentemøller arbeitete mit verschiedenen Sängern zusammen - eine Herausforderung bei Live-Auftritten.

Die Essenz des Songs.

Du bist gerade auf Tour und hast dabei das aktuelle Album “Lost” im Gepäck. Wie schaffst du es eigentlich, die Dynamik des Studioalbums mit einer Band auf die Bühne zu bringen?
Anders Trentemøller: In der Produktionsphase hatte ich mir ehrlich gesagt darüber nicht allzu viele Gedanken gemacht. 

Es ging mir vor allem darum, dem Album bzw. der Musik gerecht zu werden. Erst später folgte dann ein völlig neuer Prozess, um die Essenz jedes einzelnen Songs auf den Punkt zu bringen und neue Ideen für die Band zu entwickeln.

Unter der geschickten Hand Andres Trentemøller verschmelzen Gesang, Elektronik und Instrumente zu einer changierenden Konstellation eingängiger Harmonien.

Akkorde für Helden.

Die Entstehungsgeschichte des Albums klingt eher ungewöhnlich – “Lost” war bereits völlig fertigproduziert, als du die Gastsänger mit ins Boot geholt hast. Hattest du beim Songschreiben und während der Produktion denn schon konkrete Stimmen im Kopf?
Anders: Mir schwebten beim Schreiben der Akkorde definitiv bestimmte Sänger vor, was das Ganze nicht unbedingt einfacher machte. Ich hatte ziemlichen Bammel, meine Wunschkandidaten zu kontaktieren – aber glücklicherweise haben letztendlich alle zugesagt. Natürlich war es auch toll, wieder mit Marie zusammenzuarbeiten, die schon bei meinem vorigen Album mit von der Partie war und mich auch live oft begleitet. Andererseits war es schlicht unglaublich, Leute wie Low und Blonde Redhead dabeizuhaben, die zu meinen Helden zählen. Vielleicht, weil sie gespürt haben, dass ich diese Stücke extra für ihren Gesangsstil und Sound konzipiert habe.

Der dänische Musiker setzt auf Außergewöhnliches.

Musikexperimente im Badezimmer.

Habt ihr euch dabei gegenseitig zu neuen Beats oder Gesangsstilen inspiriert?
Anders: Spannend wurde es z. B. mit Sune Rose Wagner von den Raveonettes, einer dänischen Rockband, die eigentlich eher für ihren gitarrenlastigen Surfpop-Sound bekannt sind. Ich habe Sune mit musikalischem Neuland konfrontiert und ihn über einen absolut gitarrenfreien Club-Track singen lassen, um einfach mal zu schauen, was dann passiert. 

Haben dich einige der Ergebnisse überrascht?
Anders: Kazu Makino von Blonde Redhead sollte ihre Gesangsspur eigentlich in einem Profistudio einsingen, aber letztendlich haben wir ihre Stimme in einem Badezimmer aufgenommen, weil der Sound und die Nebengeräusche dort irgendwie gut gepasst haben. 

Natürlich ist das nicht ideal, aber die ganze Energie und Stimmung waren einfach so gut, dass wir diese Aufnahme behalten haben.

Im Studio allein, auf der Bühne vereint: Marie Fiskers und Anders Trentemøller.

Abtauchen in eine andere Welt.

Ihr beide seid Studionachbarn, bestens befreundet und arbeitet schon seit Jahren immer wieder miteinander. Was passiert musikalisch, wenn ihr euch zusammentut?
Anders: Lustigerweise unterscheidet sich unsere Zusammenarbeit gar nicht von den Kollaborationen mit Künstlern. Wir setzen uns nicht mit Klavier und Klampfe zusammen, sondern verfolgen separate Produktionsprozesse, die erst am Ende zusammenfinden.
Marie Fisker: Wenn die Tage mal länger werden, besuchen wir uns gegenseitig im Studio; dadurch bleiben wir auf einer Wellenlänge und können uns gegenseitig inspirieren. Ich arbeite sehr gern allein, d.h. wenn Anders mir einen Track zuspielt, schließe ich mich ein paar Wochen lang ein. Bei „Candy Tongue“ bin ich voll und ganz in den Song abgetaucht, bis plötzlich alles zusammengepasst hat. Das finde ich toll: diese eigene, kleine Welt, die man dabei um sich herum erschafft.

Live erscheinen die Songs des Albums "Lost" in einem neuen Licht.

Eine ganz neue Energie.

Marie, auf Tour übernimmst du auch die Stimmparts der anderen Sänger. Wie konntest du diesen Songs deinen eigenen Stempel aufdrücken? Marie: Sobald man sich mit einem Song auseinandersetzt, wird es eine sehr physische Angelegenheit. Auf dem Album ist bei „Never Stop Running“ z. B. eine relativ sanfte, hohe Männerstimme zu hören. Frauen haben eine ganz andere Stimmlage, und ich muss ganz schön Druck machen – fast schreien – um die Energie des Songs rüberzubringen. Ich musste mir einen eigenen Zugang zu diesem Song erarbeiten, der zu meiner Stimme passt. Jeder Song hat sich durch diesen Prozess verändert; selbst „Candy Tongue“ klingt jetzt live etwas anders als auf Platte. Ich finde es toll, wie so auf der Bühne plötzlich eine ganz andere Energie entsteht. Oft klingen die Stücke etwas anders als auf Platte, und das macht auch dem Publikum Spaß.

Vielen Dank euch beiden für dieses Interview!


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